August 31, 2017 in Öffnungszeiten

Liebe Kunden, liebe Freunde,

am Freitag, dem 1.9. und am Samstag, dem 2.9., sind wir nicht in Schleswig anzutreffen,
denn wir nehmen Teil am Lütjenburger Aufbruch!

Das ist der spätsommerliche Mittelaltermarkt in Lütjenburg,
ca. 20 Min. Autofahrzeit hinter Kiel.

Macht doch einen Ausflug und besucht uns dort, wir freuen uns auf Euch!
Martje und Ralf
von Beowulf Schleswig

Tipp:
Natürlich könnt Ihr bei uns auch weiterhin im Internet shoppen.
Einfach www.beowulf-shop.de aufrufen und los geht’s!

mittelalterlicher Erntearbeiter

Foto von der Seite www.turmhuegelburg.de

Der nördlichste Wikingermarkt in Deutschland

August 18, 2017 in Öffnungszeiten

alle Teilnehmer des letzten jahres als Wikinger auf dem Gruppenfoto

Diesen Titel könnte der Markt, auf den wir an diesem Wochenende sind, auch haben. Dort, in Wallsbüll, findet am 19. und 20. September die „Schlacht um Wallsbüll“ statt. Um eine nachgebaute wikingerzeitliche Hofanlage names Valsgaard herum wird an diesem Wochenende der Markt aufbaut. Kommt vorbei! Wo? Auf der A7 nach Norden, letzte Abfahrt vor der Grenze runter, in Richtung Westküste / Zugverladung Sylt / Niebüll auf der B 199 bis nach Wallsbüll und dort der Ausschilderung nach „Freizeitanlage“ bzw. „Wikingermarkt“ folgen.

Valsgaard Logo

 

Der Geruch von Leder, Honig und Kräutern

Juli 11, 2017 in Warenangebot

Wir sind vom (übrigens wunderschönen) Markt an der Turmhügelburg in Lütjenburg wieder zurück, haben den „Ochsenkarren“ ausgepackt und die Ware weitgehend wieder im Laden eingeräumt. Nun ruhen wir uns aber nicht aus, denn es ist sooo viel zu tun! Eine große Lieferung Kräuter wartet darauf, zu leckeren Tees gemischt und eingetütet zu werden, und wenn danach alles wieder staubfrei ist, werden wir den Sommerhonig schleudern und abfüllen. Noch haben wir damit nicht angefangen, aber es duftet jetzt schon: Vom Markt haben wir viele neue Lederarmbänder und Haarspangen mitgebracht, weil wir dort unseren Ledermacher trafen. Da er uns extra einige Armbänder mehrfach angefertigt hat, werden wir diese nach und nach fotografieren und in den Beowulf-Shop einfügen. Alle anderen hängen jetzt hier im Laden, verbreiten ihren Lederduft und wartet darauf, von Euch als „das Schönste von allen“ bezeichnet und gekauft zu werden. 🙂

Viele Armbänder in verschiedenen Breiten und Einfärbungen, in die unterschiedliche Muster eingeprägt sind, liegen verteilt auf einem Holztisch.

Die Schlacht im Eisenwald

Mai 18, 2017 in Öffnungszeiten

Am 20. und 21. Mai findet im „Erlebniswald Trappenkamp“ eine Reenactment-Schlacht statt. Zum 4. Mal werden dort zahlreiche Kämpfer die historische „Schlacht bei Suentana“ nachspielen, die im Jahr 798 stattgefunden hat. Es war die „letzte Feldschlacht der „Sachsenkriege“ Karls des Großen. Karl lässt diese Schlacht im „hohen Norden“ durch Auxiliare ausfechten, hier von den slawischen Obodriten.“ (Text von der Seite „Projekt Eisenwald“) So hat diese Veranstaltung mal nichts mit Wikingern zu tun, denn die Kämpfer werden als Sachsen und Slawen gegeneinander antreten. Wir sind als Tross mit unserem Zelt dabei, denn die Schlacht wird um einen Markt ergänzt. Mehr Info zum Projekt Eisenwald hier.

Plakat der Versanstaltung mit einer dynamischen Zweikampfszene als Bild

Daher ist der Laden im Lollfuß an diesem Freitag und Samstag nicht geöffnet. Das sind jedoch drei Gründe, nach Trappenkamp / Daldorf zu fahren: Um die Schlacht zu erleben, bei uns einzukaufen und der tolle Erlebniswald selbst! 😉 Bis dann!

Neues zum Lesen und Hören

April 7, 2017 in Warenangebot

Wir sind zurück von einem tollen Wochenende, das sehr informativ und inspirierend war! Es handelte sich um das Ostara-Treffen auf Burg Ludwigstein. Als Teil des umfangreichen Programmes stellten unter anderem Autoren ihre Werke vor. Jetzt sind wir dabei, die von dort mitgebrachten neuen Bücher in den Onlineshop einzuarbeiten (wobei wir ja weiterhin zeitgleich am neuen Shop werkeln, der endlich auch für Mobiltelefone ansehnlich sein wird). Neben den großartig erzählten „Geschichten von Yggdrasil„, in denen Luci van Org die nordischen Göttersagen humorvoll zu neuem Leben erweckt, und der „Saga von Witte Witteson“, in der Skalbard Odinson Wikingersagas mit Märchen kombiniert, haben wir auch wissenschaftlichere Werke über „Schamanismus bei den Germanen“ von Thomas Höffgen sowie „Die althochdeutschen Zaubersprüche zwischen Heidentum und Christentum“ von Mirja Dahlmann jetzt hier.
Für die Ohren haben wir eine CD von „Lyra fra Nord“: Gesang, der von zwei frühmittelalterlichen Leiern begleitet wird, wobei sich die Gruppe aus Tone Holte, Rolf Agaton und John Vedde an wikingerzeitlichen Texten orientiert. Im beiligenden Booklet finden sich neben den Texten auf Schwedisch und Norwegisch jeweils kurze Erklärung auf Englisch.

Verschiedenen Bücher und eine CD im Laden zur Vorstellung zusammengelegt.

Fund des Monats: Borre-Tierchen an der Elbe

März 1, 2017 in Fund des Monats, Warenangebot, Wikinger

rundes Amulett mit drei Tierköpfen, die große Ohren und runde Augen haben, mittig ein dreigeteiltes FlechtornamentDieser Anhänger hat als Vorbild verschiedene Fibeln, die im Borrestil verziert sind. Typisch für diesen wikingerzeitlichen Kunststil sind Köpfchen mit großen Augen und Ohren, die einen direkt anschauen. Im Gegensatz zu den bronzenen Originalfunden ist dieser Anhänger aus massivem Silber, wenn auch nicht feuervergoldet wie einige der Funde. Mit einer Vergoldung gehörte so eine Fibel zu den Luxusmodellen ihres Typs, es gab auch weit schlichtere Fertigungen. Oft wurden die vergoldeten Fibeln auf der Rückseite verzinnt, damit sie durch die hellglänzende Rückseite aussehen sollten, als seien sie aus vergoldetem Silber gefertigt. Eine Fibel, die wie unser Anhänger gänzlich aus Silber gearbeitet wäre, hätte somit auch zur Wikingerzeit Bewunderung hervorgerufen!

Fibel im Borre-Stil im Museum von Lindholm HojeDiese Form war als Fibel anscheinend ein Massenprodukt, das seinen Verbreitungsschwerpunkt in Zentralschweden hatte. Das Auftreten von ähnlichen Motiven in größerer Zahl und an verschiedenen Fundorten ist aufgrund der damaligen Produktionsweise nicht überraschend. Spannend sind die Einzelfunde, die außerhalb der üblichen Fundregionen liegen, denn sie weisen auf Reiserouten oder Handelsbeziehungen hin. Das rechts abgebildete Foto zeigt einen Originalfund, der sich im Museum Lindholm Høje im Norden Jütlands befindet und der somit auch zu den Einzelfunden abseits der üblichen Fundorte gehört.

Doch von diesem Motiv gibt es noch weitere „Abseitsfunde“: Eine Fibel, die das identische Motiv aufweist, stammt aus dem Gebiet zwischen Geesthacht und Lauenburg und eine wiederum sehr ähnliche Gewandspange wurde bei Baggerarbeiten in Hamburg-Waltershof entdeckt! Diese Fundorte nahe der Elbe sind neben der Erwähnung des Wikingerüberfalls auf die Hammaburg 845 ein Hinweis darauf, dass der Elbraum in den weitreichenden wikingerzeitlichen Handelsraum miteinbezogen war.

Die Elbquerung bei Artlenburg scheint ein uralte Fernweg zu sein, vielleicht schon aus der Zeit steinzeitlicher Wanderer. Vielleicht nutzen ihn auch die Wikinger, wenn sie nicht auf dem Wasserweg reisten. Artlenburgs Vorläufer, die Ertheneburg auf dem Nordufer der Elbe, gab es zur Wikingerzeit wohl noch nicht. Später, im 12. Jahrhundert, überquerten hier Heere in den Kriegen des Wendenkreuzzuges den Fluss, und zur Zeit der mittelalterlichen Hanse verlief hier die Alte Salzstraße. Möglicherweise deuten die wikingerzeitlichen Funde nahe der Elbe auch auf die Nutzung des Flusses selbst als Handelsweg hin. Aber ob nun zu Fuß oder mit dem Schiff, als Verlust oder als Handelsgut – die Wikinger haben mit diesen Fibeln an der Elbe ihre Spuren hinterlassen, und ein Schmuckstück, das in Zentralschweden zur Massenware gehört, ist am Ufer der Elbe ein Puzzlestein zur Rekonstruktion des wikingerzeitlichen Wegenetzes!

(Als „Fund des Monats“ stellen wir im Schaufenster unseres Ladens interessante Stücke aus unserem Sortiment vor. Dieses ist eins davon.)

 
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