Der Herbst ist hier

September 23, 2018 in Öffnungszeiten

Mit dem kräftigen Wind der letzten Tage ist der Sommer passend zur Tagundnachtgleiche anscheinend dem Herbst gewichen. Das bringt uns Zeit, wieder Arbeiten „hinter den Kulissen“ zu erledigen, die sich in den letzten Monaten angesammelt haben: Neben viel Schreibkram müssen vor allem all die neuen Ohrhänger jetzt fotografiert und in den Beowulf-Shop eingebaut werden, und auch die schönen Anhänger-Unikate aus Mooreiche, die wir im Laden haben, sollen bestellbar sein. Längst sollte bei uns in der Info-Ecke am Eingang eine Landkarte hängen, auf der wir Euch unsere Ausflugs- und Urlaubstipps in der Umgebung besser zeigen können, aber die zeichnet sich auch nicht mal eben nebenbei. Es ist viel zu tun. Daher haben wir jetzt nur wieder von Dienstag bis Samstag den Laden in Schleswig geöffnet.

Die Öffnungszeiten sind somit

Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
Samstags von 10 bis 14 Uhr

Montags ist geschlossen

Eine Fotoaufnahme, bei der der Runenstein zwischen Busdorf und Selk von ganz unten nach oben fotografiert wurde.

An den Öffnungstagen sind wir gern für Euch da, haben für die kalte Jahreszeit jetzt wieder eine schöne Auswahl an kuscheligen Fellen und empfehlen für die ganz Verfrorenen einen Met mit „Heißem Waräger„.  😉

Markttermin mit Erzähler-Wettstreit

August 31, 2018 in Öffnungszeiten, Veranstaltungen

Wir haben wieder einmal alle Waren eingepackt und fahren ins wunderschöne Niental. An der Turmhügelburg ist nämlich der „Lütjenburger Aufbruch“ und wir bauen dort wieder einmal unser Wikingerzelt auf. Daher ist unser Laden an diesem Wochenende (1. und 2. September) natürlich geschlossen. Montag sind wir wieder da.

Eine Besonderheit dieser Veranstaltung: An diesem Termin findet unter anderem der Wettbewerb der Skalden und Barden statt. Jede Person kann als Geschichtenerzähler am Wettbewerb teilnehmen und an den beiden Tagen Geschichten aus alter und neuer Zeit vortragen. Als Siegesprämie winkt ein speziell angefertigtes Kleinod und eine Plakette am Bardenthron.

Wer verdient dieses Jahr den Platz auf dem Thron?

Ein aus hellen Holzbalken zusammengebauter großer Holzstuhl mit Lehne. Diese ist schwungförmig verziert und an ihr ist ein Metallschild mit den Namen der Sieger des Wettbewerbs befestigt.

Das Foto ist vom Wetbewerb 2016 und zeigt den Burgherren kurz vor der Siegerehrung neben dem noch unbesetzten Thron, die Musiker stimmen für den Tusch und die Finalisten sind gespannt.

Die Siegerin des Geschichtenerzähler-Wettbewerbs 2016 auf dem Bardenthron.

Die Siegerin des Geschichtenerzähler-Wettbewerbs 2016 auf dem Bardenthron. Sie trägt die Ziernadel, die sie als Gewinnerin des Wettbewerbes behalten darf.

Vier Männer ud zwei Frauen stehen hinter dem Thron, auf dem eine junge Fraus sitzt.

Die Siegerin von 2017 auf dem Thron, hinter ihr noch weitere Teilnehmer und Jurymitglieder. Foto: geklaut von der Seite http://www.turmhuegelburg.de/aktuelles-archiv.html

Ausflugstipp für heute

August 23, 2018 in Öffnungszeiten

Am Donnerstag, den 23. August, haben wir ausnahmsweise geschlossen. Für die, denen jetzt die Tagesplanung durcheinandergerät, ein Tipp in der Nähe:
Besucht doch das Danevirke-Museum, das ist hier näher beschrieben. Wir sind am Freitag wieder hier im Laden und freuen uns auf Euch!

Bis dann!
Martje und Ralf

Der nördlichste Wikingermarkt in Deutschland

August 17, 2018 in Ausflugstipps, Öffnungszeiten

alle Teilnehmer des letzten jahres als Wikinger auf dem Gruppenfoto

Diesen Titel könnte der Markt, auf dem wir an diesem Wochenende sind, auch haben. Dort, in Wallsbüll, findet am 18. und 19. August (also Samstag und Sonntag) die „Schlacht um Wallsbüll“ statt. Um eine nachgebaute wikingerzeitliche Hofanlage names Valsgaard herum wird an diesem Wochenende der Markt aufbaut. Kommt vorbei! Wo? Auf der A7 nach Norden, letzte Abfahrt vor der Grenze runter, in Richtung Westküste / Zugverladung Sylt / Niebüll auf der B 199 bis nach Wallsbüll und dort der Ausschilderung nach „Freizeitanlage“ bzw. „Wikingermarkt“ folgen.

Valsgaard Logo

 

Wikingermarkt am Ostseeufer!

Juli 27, 2018 in Ausflugstipps, Öffnungszeiten, Veranstaltungen

Wenn schon nicht mit dem Boot unterwegs, dann doch immerhin am Wasser: Wir machen jetzt für heute und morgen den Laden in Schleswig zu und fahren nach Waabs direkt an die Ostsee. Dort findet Ihr uns und das Heidentheater die nächsten zwei Tage im Wikingerlager auf dem Campingplatz – bis dann!

Plakat zur Bewerbung des Wikingermarktes in Waabs am 28. und 29.7.2018, nähere Infos unter Tel. 04352 2530Plakat zur Bewerbung des Wikingermarktes in Waabs am 28. und 29.7.2018, nähere Infos unter Tel. 04352 2530Plakat zur Bewerbung des Wikingermarktes in Waabs am 28. und 29.7.2018, nähere Infos unter Tel. 04352 2530

 

UNESCO Weltkulturerbe Haithabu und Danewerk

Juli 1, 2018 in Ausflugstipps, Umgebung, Wikinger

Nach über 14 Jahren (!) „Bewerbungs- und Auftragsmaraton“ durch die Initiative von Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim wurden Haithabu und Danewerk nun endlich in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Vielen Dank für dieses schier unglaubliche Durchhaltevermögen!

Der Name Haithabu ist durch das Wikingermuseum Haithabu ja schon ziemlich bekannt, aber was ist mit dem Danewerk und seinem kleinen, aber feinen und sehr speziellen Museum?

Der Ort Dannewerk wurde nach seiner Lage am größten archäologischen Bodendenkmal Nordeuropas benannt, einem kilometerlangen Wall, dem Danewerk. Dieser sperrte die Halbinsel Jütland mit ihrer Lage zwischen Nord- und Ostsee an ihrer schmalsten Stelle über Jahrhunderte in Ost-West-Richtung ab und ist noch heute über viele Kilometer in der Landschaft zu erkennen. Das kleine Museum mit dem daran anschließenden archäologischen Park ist auf jeden Fall einen Besuch wert:  Danewerk-Museum (dänisch Danevirke-Museum). Es ist als „Danevirkegaarden“ bei Google Maps zu finden und von unserem Laden im Lollfuß knappe 7 Kilometer entfernt. Dieses Museum gehört nicht zu den Landesmuseen Schleswig-Holstein, wie z. B. das Wikingermuseum Haitabu oder auch das archäologische Museum in Schloss Gottorf, sondern es befindet sich im Eigentum der Organisation des dänischen Bevölkerungsteils unserer Region, der Sydslesvigsk Forening.

Faltblätter des Museums auf unserem Tresen

Neben der Information über die archäologische Bedeutung des Danewerkes ist im Museum auch eine Ausstellung untergebracht, die den Deutsch-Dänischen Krieg und die Folgen für die hier lebenden Dänen thematisiert. „Schleswig“ ist eben nicht nur eine Stadt oder ein Namensteil eines Bundeslandes, sondern ehemalige Hauptstadt des zweisprachigen Herzogtums Schleswig, das aus dem Jarltum Süderjütland hervorging. Es kam damals in zweisprachigen Gebieten zu Abstimmungen über die Staatszugehörigkeit. Die heftige Polemik, mit der beide Seiten damals „argumentierten“, ist in der Ausstellung sehr anschaulich dargestellt. Wir meinen, dass dieses Museum eine gute Ergänzung zum Wikinger Museum Haithabu und ein weiterer Ausflugstipp in unserer „Wikingerregion“ ist. Empfehlenswert ist es auch an Tagen, an denen für den Besuch der „großen“ Museen nicht genügend Zeit ist oder an denen Ihr lieber mehr Draußen unterwegs sein wollt.

Die Perspektive des Fotos ist ganz dicht an der Mauer nach oben hin gerichtet, die Wand wirkt sehr hoch.

Außerhalb des Museums ist nämlich die Wallanlage zu besichtigen. Direkt neben dem Museum wurde 2010, 2011, 2013 und 2014 archäologische Grabungen durchgeführt, weil sich hier das historische Tor in dieser Sperranlage befand. Dort führte der historische Ochsenweg durch das Danewerk hindurch. In der Nähe ist auch ein Abschnitt zu sehen, der aus der Zeit stammt, als der Wall mit Ziegeln als „Waldemarsmauer“ verstärkt wurde. Die (angenommene) ursprüngliche Dimension dieser Mauer mit mehreren Kilometern Länge, einer Tiefe von 2 bis 3 Metern und einer Höhe von bis zu 7 Metern macht sie zum größten Ziegelmauerwerk Nordeuropas.

Blick zwischen Eichen und über Wiese hinweg entlang des Weges am Danewerk auf die rekonstruierte Schanze.

Die Wallanlage wurde rund 1500 Jahre militärisch genutzt und fand ihre letzten Verwendungen auch in neuzeitlichen Kriegen. Daran erinnert die rekonstruierte Schanze, die eine von insgesamt 27 war und von der aus im Deutsch-Dänischen Krieg die Kanonen abgefeuert wurden. Auch als die Nazis im Laufe ihres Kriegsirrsinns kalte Füße bekamen und von allen Seiten das Nahen der Alliierten befürchteten, sollte ein erneuter Umbau des Danewerkes die feindlichen Panzer aus dem Norden stoppen. Glücklicherweise galt dem „Reichsheini“ Himmler und weiteren die Archäologie nicht nur als Begründung für Expansionskriege, sondern ließ ihn die Wallanlage wohlmöglich als „heiligen Boden“ sehen, der – leider im Gegensatz zu vielem anderen – nicht komplett zerstört werden durfte.

Blick von der Erthöhung der Schanze aus auf die flachere Seite, an der der Weg empor führt. Im Hintergrund sind Wiesen und Wäldchen sowie der Picknicktisch am Weg zu erkennen.

Der anderen Richtung folgend finden sich die Grabhügel „Thyraburg“ und die „Twee Bargen„. Wer Spaß am Radfahren hat, kann vom Danevirkegaarden aus den Radweg-Ausschilderungen des Thorshammerweges folgen, der nach Haithabu führt. Außerdem gibt es den Ochsenweg-Radweg, der von hier aus über die Dörfer Hüsby, Schuby, Lürschau und Neuberend weiter nach Schleswig und wieder nach Haithabu führt.

Ein Schild zur Kennzeichnung des Radweges Thorshammerweg, der durch die Abbildung eines Thorhammer-Amulettes und eines Fahrrades gekennzeichnet ist.

Nur im Museum und bei uns im Laden gibt es übrigens den „Danevirke Museum“-Met zu kaufen, auf dem sich das Logo des Museums mit den beiden Raben wiederfindet.

Eine Flasche Met mit Etikett, das Elemente des Logos des Museums aufgenommen hat: Roter Hintergrund, zwei schwarze Raben im Flug, den Museumsnamen in Grautönen und das Wort "Met" in beiden Sprachen.

 
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