von Ralf

Winterzeit – Bernsteinzeit

Februar 15, 2017 in Warenangebot von Ralf

Wir haben kürzlich wieder schönen Bernstein hereinbekommen. Schaut doch mal rein!

eine Auswahl an bernstein in Kettenformen und als Rohbernstein in kleinen Fläschchen

von Martje

Eldaring-Stammtisch in Schleswig

Januar 22, 2017 in Eldaring Heidenstammtisch, Veranstaltungen von Martje

Der Stammtisch des Eldaring zum Thema Heidentum trifft sich in Schleswig an jedem 1. Mittwoch des Monats. Wir haben in der Regel ein zuvor angekündigtes Thema, hören Vorträge, beantworten Fragen, diskutieren Relevantes und teilen unser Wissen über Mythologie und Heidentum. Die Themen werden im Eldaring-Forum oder auch in sozialen Netzwerken wie Facebook bekannt gegeben. Daneben gibt es aber immer auch genügend Raum für zwanglose Geselligkeit: Wir essen, trinken und lachen eben auch immer gern zusammen…

Der nächste Termin ist am 1. Februar, wie üblich im „Ruhekrug„, allerdings mit einer Besonderheit, was das Anmelden betrifft: Wir haben ein deftiges Grünkohlessen bestellt – satt und mit allem drum und dran, wie hier im Norden üblich! Hierfür benötigen wir diesmal Eure verbindliche Anmeldung bis spätestens 30. Januar – gerne auch per Telefon, tagsüber unter 04621-9897692 oder abends unter 04352 – 956619.

Foto von graublauer Frostlandschaft, eine unscharfe Frauenfigur vor rauhreifüberzogenem Gehölz, daneben der Text: Skadi, wildes WinterweibUnser Thema lautet: Anne erzählt von
„Skadi – Wildes Riesenweib
aus dem Winterwald“
Geschichten um die Riesentochter Skadi
aus der nordischen Mythologie

Das Logo des Vereins: ein Kreis, der innen ein Kreuz hat, dessen Enden an den Berührungsstellen mit dem Kreis jeweils in drei Zweige verästelt sind.

 

von Martje

Öffnungszeiten im Januar

Januar 8, 2017 in Öffnungszeiten von Martje

Eine kleines Modell eines Wikingerbootes, in dem ein Weihnachtsmann aus Schokolade liegt. Um ihn herum liegen ein kleines Schwert, ein kleines Trinkhorn und schildartige Gewandfibeln, die die Zusammenstellung wie eine Bootsbestattung für einen Kriegerfürsten in Miniatur aussehen lassen.

Unser Geschäft ist am Mittwoch den 18. Januar und am Donnerstag den 19. Januar geschlossen.
Ab Freitag, 20. Januar haben wir wieder geöffnet.

Bis dann,
Ralf und Martje

von Ralf

Geschenke – nicht nur zu Jul oder Weihnachten!

Dezember 7, 2016 in Allgemein, Warenangebot von Ralf

Ab sofort halten wir ständig eine Auswahl von verschiedenen Geschenkekisten für Euch bereit! Unser „Viking Starter Kit“ besteht beispielsweise aus einer Flasche Met, einem echten Trinkhorn am Lederriemen und einem schönen Thorshammer am Lederband in der Geschenkverpackung und kostet aktuell € 24,90. Das wird sicherlich auch bei den Touristen im Sommer noch gut ankommen, aber jetzt liebe Nordlichter, dürft Ihr Euch erstmal beschenken! 🙂

Zwei Präsentkartons in Holz- und Korboptik. Vorn haben sie ein verziertes Schild mit der Aufschrift "Viking Starter Kit". Sie sind jeweils gefüllt mit einer Flasche Met, einem kleinen Trinkhorn am Lederriemen und einemThorshammer am Band. Verpackt sind diese Präsentkisten in Knisterfolie mit Bastschleife.

 

Hier noch einige weitere Beispiele:

von Ralf

„Windzeit, Wolfszeit… Metzeit!“

Oktober 31, 2016 in Allgemein von Ralf

Der Kunstverein Schleswig und Umgebung veranstaltet zu seinem 30. jährigem Jubiläum die nunmehr zweite Kunstmeile in der Stadt – Herzlichen Glückwunsch! Weit mehr als hundert Kunstwerke sind in den Schaufenstern von fünfzig Geschäften der Stadt Schleswig zu sehen und man kann sich nicht nur an den Bildern erfreuen, sondern es gibt auch zwanzig Kunstwerke zu gewinnen!

Nach der Eröffnung am 28.10.2016 sind die Bilder noch etwa bis zum 18.11.2016 in den teilnehmenden Geschäften zu sehen.

Unser Laden ist während dieser Zeit mit einem Gemälde der Künstlerin Anne Paysen-Petersen geschmückt und es trägt den passenden Titel „Windzeit, Wolfzeit… Metzeit!“

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Die Kenner haben es sicher schon bemerkt: Dieser Titel ist eine (wie wir finden, sehr passende… 😉 ) Ableitung aus der „Völuspá“, der „Weissagung der Seherin“, dem ersten der 16 Götterlieder aus dem „Codex Regius“. Dort heißt es:

„Brüder schlagen dann,
morden einander;
Schwestersöhne
verderben Verwandtschaft;
wüst ist die Welt,
voll Hurerei; ’s ist
Beilzeit, Schwertzeit,
zerschmetterte Schilde,
Windzeit, Wolfszeit,
bis einstürzt die Welt –
nicht ein Mann will
den anderen schonen.

Der Seherin zufolge wird sich jedoch eine neue Welt aus den Wellen erheben, auf der Baldr und sein Töter, Höðr, herrschen werden. Ein neues Goldenes Zeitalter für Götter und Menschen beginnt.“   Quelle

Bei uns im Laden sind noch weitere Arbeiten von Anne Paysen-Petersen zu sehen und außerdem liegen auch Flyer bezüglich des erwähnten Preisausschreibens aus.

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von Ralf

Die Wikinger-Imkerei

Juni 8, 2016 in Allgemein, Bienen, Umgebung, Warenangebot, Wikinger von Ralf

Die wohl wahrscheinlichste Übersetzung des Namens „Beowulf“ lautet „Bienenwolf“ und gilt als Kenning für „Bär“. Was liegt da näher, als das wir uns mit dem Thema Bienen beschäftigen – zumal wir ja schon seit langem entsprechende Produkte wie Met oder Bienenwachskerzen im Angebot haben.

Wikinger-Imker mit Lüneburger Stüper

Zu Beginn standen zunächst die Fragen im Raum mit welcher Bienen“rasse“ (Korrekt: Unterart der westlichen Honigbiene) und mit welcher Bienenbehausung („Beute“) wir denn eigentlich imkern wollten. Nach dem Besuch etlicher Imkerstammtische, Imkertreffen, entsprechenden Vorträgen sowie der Internetrecherche stand erstmal fest was wir auf gar keinen Fall wollten: Irgendwelche Profi-Hochleistungs-Zuchtbienen wie sie im Netz und in entsprechenden Imkerzeitungen angeboten werden. Am interessantesten erschien uns die Korbbienenhaltung als Schwarmimkerei im „Lüneburger Stülper“, wie er seit vielen Jahrhunderten in ganz Norddeutschland gebräuchlich war und als Ergänzung noch die eine oder andere Klotzbeute dazu. Das ganze natürlich nicht mit irgendeiner, sondern am Besten mit der „Dunklen Biene“, welche als gefährdeter Ökotyp und in Deutschland bereits seit einigen Jahrzehnten als ausgestorben gilt. Allerdings gestaltete es sich gleich als äußerst schwierig an ausgediente Stülper zu kommen und der einzige Korbflechterkursus in erreichbarer Nähe war auch bereits ausgebucht. Hinzu kam, daß die sehr wenigen Imker, welche in Deutschland noch halbwegs reine Dunkle Bienen halten, allesamt nicht bereit waren, von Ihren Prachtexemplaren welche an Anfänger abzugeben.

Da es aber ja irgendwie doch losgehen sollte und Versandbienen vom Züchter auf gar keinen Fall in Frage kamen, besuchten wir weiter Imkerstammtische um regionale Kontakte zu knüpfen. Hierüber erfuhr ich von einem Imker in der Nähe, welcher mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte und dringend Hilfe bei der Honigernte benötigte. Ich kontaktierte ihn, bot meine Hilfe an und bekam als Lohn drei Ableger, welche wir während der Honigernte gleich vor Ort erstellten. Seine Bienen hatte er übrigens – züchterisch völlig unbehandelt – von einem alten Imker im Dorf übernommen und von Zucht oder Hochleistung will er bis heute auch nichts wissen. Schwarmverhinderung? „Die fliegen ja sowieso immer weg…“ Königin markieren? „Wozu? Die machen sich ja eh neue…“ Behandlung? „Organische Säuren. Soviel wie nötig, sowenig wie möglich!“ Also ziemlich nah daran, was wir uns vorstellten! Die einzige Bedingung war: Ich sollte drei solcher Bienenkästen mitbringen, wie er sie hat, um ein gleiches Rähmchenmaß zu haben. Hierbei handelte es sich um die sogenannte „Segeberger Beute“, welche aus Hartschaum (Polystyrol) gefertigt werden. Das gefiel uns zunächst überhaupt nicht, denn wir wollten auf alle Fälle ein natürliches Marerial für die Beuten, aber ich dachte mir, die Bienen könnten ja später immer noch umziehen. Ganz so schlimm erschienen mir diese „Plastik-Behausungen“ nämlich auch nicht mehr, da ich kurz zuvor eine Korbimkerei in der Lüneburger Heide besichtigt hatte und dieser Besuch mir einen neuen Blickwinkel darauf ermöglichte. Auf dem Gelände dieser Korbimkerei lagerte nämlich eine beachtliche Anzahl dieser „Segeberger Beuten“ und gleich zu Beginn der Führung erläuterte uns der Korbimker: „Bevor jetzt einer meckert, gleich vorweg:“ (hält dabei eine Segeberger Zarge in die Höhe) „Auf dieser Segeberger Zarge ist das Herstellungsjahr 1973 zu lesen und sie steht seitdem bei Wind und Wetter draußen. Nun rechnet mal wieviele Holzbeuten oder gar Körbe in diesem Zeitraum ersetzt werden müßten!“ Hinzu kommt, daß Polystyrol lebensmittelrechtlich als völlig unbedenklich gilt und es darf sowohl für Joghurtbecher wie auch für rohes Fleisch verwendet werden. Außerdem haben diese „Segeberger“ noch einen ganz entscheidenden Vorteil: Durch die hohe Verbreitung vor allem in Norddeutschland gestaltet sich sowohl Beratung wie auch die Zusammenarbeit mit anderen Imkern relativ problemlos. Die drei Ableger unserer „Schleswiger Landbiene“ entwickelten sich darin auch sehr prächtig, all drei hatten nach kurzer Zeit Königinnen gezogen, überstanden problemlos den Winter und brachten gleich im ersten Jahr eine ganz anständige Honigernte zuwege. Aber nicht nur das: Durch Schwarmfang und Ablegerbildung konnten wir den Bestand auch erheblich erweitern, so daß wir zum Ende des ersten richtigen Bienenjahres bereits eine zweistellige Völkerzahl an zwei verschiedenen Standorten hatten.

Schwarm beim Einlaufen in "Warré" Beute

Als wir im April 2014 unsere ersten Bienenvölker hier in die Stadt Schleswig holten, glaubten wir, sie würden nun wohl vorrangig die vielen Obstbäume in den Gärten der Nachbarschaft anfliegen. Aber die Laboruntersuchung des Honigs ergab etwas anderes: Kernobst stand erst an sechster Stelle und an erster Stelle: Vergissmeinicht mit 35 %! Wir wunderten uns schon sehr darüber, denn es war klar, daß dieser Nektar keineswegs von den paar großen Zucht-Vergissmeinicht in den Blumenkästen oder aus den Beeten der Stadtgärtnerei stammen konnte, nur woher dann? Etwas später sprachen wir mit einem Nachbarn darüber, welcher regelmäßig mit seinem Hund in der Gegend spazieren geht. Dieser erzählte daraufhin, daß ein Teil der naheliegenden Michaelisallee sowie der Lollfußer Schützenwiese wenige frühe Wochen im Jahr blau vor Vergissmeinicht leuchten.

Die Lebensbedingungen unserer Bienen in der alten Wikingerstadt Schleswig sind übrigens sehr viel besser als auf dem Land! Es gibt hier im Umkreis kaum landwirtschaftliche Flächen, welche in der Regel massiv mit chemischen Mitteln behandelt werden, dafür aber jede Menge Gärten, Parks, Wälder und auch noch viele naturbelassene Ländereien. In einem agrarindustriellen Umfeld mit Raps- und Maisanbau im großen Stil finden die Bienen heute keine ausreichende und abwechslungsreiche Nahrung mehr, in Schleswig herrscht dagegen ein nahezu durchgehendes Trachtband, das heißt, es blüht den ganzen Sommer hindurch immer irgendwas. Sammlerbienen befliegen übrigens einen Umkreis von über drei Kilometern, sie erreichen somit nahezu das gesamte Stadtgebiet und selbst die heutigen Wiesen von Haithabu gehören noch dazu.

Außerdem dürfen (und sollen) unsere Bienen schwärmen, den Königinnen werden bei nicht die Flügel beschnitten, Ihnen wird kein Markierungsplättchen mit Sekundenkleber auf den Rücken geklebt und die notwendige Behandlung gegen die Varroamilbe erfolgt ausschließlich mit natürlichen Säuren, wie Ameisen- und Oxalsäure. So zeigten die von uns in Auftrag gegebenen Laboruntersuchungen wie Pollenanalyse (was ist im Honig, wie setzt er sich zusammen und sind Verunreinigungen feststellbar?) und Futterkranzproben (befinden sich Krankheitserreger wie z. B. die der amerikanischen Faulbrut im Volk?) in allen Bereichen hervorragende Werte und unser Honig hat somit eine Top-Qualität!

Imkerin mit Holzbeute im Normalmaß

Nun arbeiten wir natürlich nach wie vor an einer wikingerzeitlichen Imkereidarstellung und nennen inzwischen auch diverse sehr alte Bienenkörbe (Lüneburger Stülper und Kanitzkörbe) sowie eine historische Honigpresse unser eigen. Außerdem verfügen wir nun auch über einige Holzbeuten sowie drei sogenannte Warré-Beuten“, welche einer frühmittelalterlichen Abbildung zumindest äußerlich recht nahe kommen. Auch die „Dunkle Biene“ hatte im letzten Jahr schon bei uns Einzug gehalten, dieses Experiment war dann aber leider doch nicht von Erfolg gekrönt.

Honig vor Lüneburger Stülpern

Alle diese Maßnahmen kosten selbstverständlich Geld und mit einer Schwarm- oder gar Korbimkerei läßt sich natürlich auch nur ein Bruchteil des Honigs wie in einer konventionellen Imkerei ernten. Außerdem beträgt der notwendige Arbeitseinsatz dafür ein vielfaches wie in der konventionellen Systemimkerei. Inzwischen können wir das durch Erfahrungen in beiden Bereichen schon recht gut beurteilen. Unser Honig ist somit keineswegs mit Honig vom Imker aus dem Nachbardorf oder gar mit Honig aus dem Supermarkt vergleichbar! Der Geschmack unseres Honigs ist fruchtig-frisch, nicht zu süß und er kandiert trotz unseres Verzichts auf Impfung (Verschnitt mit anderem Honig), Druckfilterung, Erhitzung oder wochenlangem Rühren lange erstmal nicht. Sollte er dennoch nach einiger Zeit etwas fester werden, kann man ihn mit vorsichtiger Erwärmung (nicht über 40 Grad!) z. B. im Wasserbad wieder flüssig machen.

Honig aus der Wikingerimkerei

Zum Abschluß darf bei uns etwas mythisches natürlich nicht fehlen. Unsere Schwarmverhinderungsmaßnahmen werden somit durch wiederholtes Aufsagen oder Singen des alt-anglo-sächsischen Gedichtes  „For a Swarm of Bees“ unterstützt… 😉

„Sitte ge, sīgewīf,
sīgað tō eorðan,
næfre ge wilde
tō wuda fleogan,
beō ge swā gemindige,
mīnes gōdes,
swā bið manna gehwilc,
metes and ēðeles.“

(Modern English translation:

„Settle down, victory-women,
never be wild and fly to the woods.
Be as mindful of my welfare,
as is each man of border and of home.“)

Guten Appetit!

 

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