von Ralf

Wikingermärkte Jork + Lütjenburg

Mai 22, 2022 in Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Wikinger von Ralf

Nachdem wir auf Grund der Pandemie lange pausieren mussten, stehen für uns nun gleich zwei Veranstaltungen in Folge an: Über Himmelfahrt der Wikingermarkt Jork, im alten Land, südlich Hamburg, wie gehabt am Yachthafen Neuenschleuse, und danach das bisherige „Wikingerlager“ an der Turmhügelburg in Lütjenburg. Bisherig? Ja, denn der neue Vereinsvorstand der „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V.“ hat beschlossen, die bisherigen drei jährlichen Veranstaltungen neu zu strukturieren und auch umzubenennen. Das ehemalige „Wikingerlager“ heißt nun „Um Neunhundert“ und die beiden anderen Veranstaltungen „Um zwölfhundert“ und „Um dreizehnhundertfünfzig“.  Für „Um Neunhundert“ vom 04. + 05.Juni (Pfingsten) haben wir uns jedenfalls angemeldet und sind gespannt, welche Neuigkeiten dort noch auf uns warten!

Nun aber erstmal für volle 4 Tage, vom 26. bis 29.05.2022  zum Wikingermarkt Jork.

zwei Holzboote mit zusammengelegten Rahsegeln vor einem Anleger im Schilfgürtel, dahinter Menschen zwischen Wikingerzelten und einer Burganlage aus Holzpalisaden

Foto geklaut von der Facebookseite „Wikingermarkt Jork“

Im Laden sind wir somit erst ab Di, 07. Juni wieder anzutreffen, aber vielleicht sehen wir uns ja schon vorher, auf einem der Märkte!

von Martje

Wieder unterwegs!

April 21, 2022 in Allgemein von Martje

Wer gehofft hatte, uns die Tage im Laden zu besuchen, trifft uns erst wieder am Dienstag, den 26. April dort an. Nach langen Monaten haben wir nämlich tatsächlich das Auto gepackt, um zu einer Veranstaltung zu fahren: Die Ostara-Feier kann endlich wieder stattfinden – und wir sind mit dabei! Puh, da wir völlig auf der Übung sind, haben wir bestimmt irgendwetwas Wichtiges vergessen, das werden wir spätestens kurz hinter Hamburg merken… Aber egal, wir feuen uns auf eine großartige Heidenparty und darauf, viele Freunde und Bekannte persönlich zu treffen.

Eine der bronzezeitlichen Felsritzungen, die ein Boot mit menschlichen Figuren darstellt.

von Martje

Frühling!

März 22, 2022 in Allgemein von Martje

Hier oben im Norden öffnen sich langsam und ganz vorsichtig die Knospen, denn trotz des Sonnenscheins ist es im Schatten noch ziemlich frisch. Wir haben eben die Ostsee nebenan – wunderschön, aber ein Kühlakku. 🙂
Offen ist auch wieder unsere Ladentür:
Von Dienstag bis Freitag
von 10 bis 18 Uhr
und
samstags von 10 bis 14 Uhr
seid Ihr im Lollfuß 15 herzlich willkommen!

im sanften Licht eine flache Landschaft mit Wasserfläche und Schilbewuchs am Ufer

Die Schlei im März

von Martje

Jahresbeginn 2022

Januar 2, 2022 in Warenangebot von Martje

…mit Glücksschwein(-becher) und speziellen Öffnungszeiten!

Ein Becher aus dunkelbraunem Ton in Form eines Schweins: vorn sind Rüssel, Augen, Ohren sowie der Beginn eines Borstenkanns zu sehen, unten sind vier Beine zu erkennen.

Wir hoffen, Ihr hattet alle gute Rauhnächte und einen schönen Rutsch ins Jahr 2022! In den letzten Wochen haben wir viele Pakete gepackt und uns im Laden gemeinsam mit Euch mit den verschiedensten Vorschriften zur Corona-Eindämmung herumgeschlagen. Eure Bestellungen, Einkäufe und Besuche bei uns haben uns gefreut und ermöglichen uns, mit Optimismus in ein neue Jahr blicken zu können! Mal sehen, was uns alle die nächsten Monate und im Sommer an Möglichkeiten für Reisen und Märkte erwartet. Vorerst werden wir jedoch die Ladenöffnungszeiten etwas einschränken, bis wir alle wieder so richtig aus den Winterschlaf-Höhlen gebrochen sind.

Versichert Euch daher bitte vor einem geplanten Besuch bei uns, ob wir im Laden sind. Aktuelle Öffnungszeiten gibt es zur Zeit nicht regelmäßig, sind aber unter 04621 – 989 7692 zu erfragen. Der Versand läuft unter www.beowulf-shop.de natürlich weiter, und HIER findet Ihr immer die Artikel, die wir gerade neu in den Shop eingestellt haben – wie den Gullinborsti-, Hildeswini- oder Eberbecher auf dem Bild.

Bis dann,
Ralf und Martje

von Martje

Das Ritualbuch des Eldarings

Dezember 8, 2021 in Warenangebot von Martje

… ist jetzt als Buch erschienen!

2012 war es, als in Tecklenburg beim Eldathing, der Jahrenhauptversammlung des Eldarings, die anwesende Heidenheit darüber diskutierte, ob es für das Leben und Erleben von heutigem germanischem Heidentum hilfreich oder hinderlich wäre, wenn es geschriebene Vorschläge oder gar Anleitungen für Rituale geben würde. Schließlich existierte in vorchristlicher Zeit nicht die eine, vom Nordkapp bis zu den Alpen einheitliche Tradition, deren Spuren wir heute folgen können, und es wurde um die bunte, dogmenfreie Vielfalt an Ritualen gefürchtet, die sich in den vergangenen Jahren im modernen Heidentum bereits herausgebildet hatte. Schließlich wurde die Person (Andreas?), die sich sehr für das Positive dieser Idee eingesetzt hatte, zur Leitung einer spontan ins Leben gerufenen „Ritualbuch-AG“ verdonnert. 😀  Damit war eine Entscheidung gefällt, die Diskussion beendet – und die eigentliche Arbeit begann!
Tatsächlich erschuf die Ritualbuch-AG dann mit über 30 Autoren, unter anderem Mitglieder und Freunde des Eldarings, das „Ritualbuch“ als ein virtuelles Dokument, das als pdf von der Webseite des Vereins vielfach heruntergeladen wurde.
Der Wunsch nach einer gedruckten Version brachte dann neue Arbeit mit sich, aber voilà bzw. hwæt, hier ist es, heidnisch korrekt nach 9 magischen Jahren: Die „Eldariten“ als Buch, Zusammengestellt und herausgegeben von Petra, erschienen beim besten aller Verlage, erhältlich beim besten Onlineshop aller 9 Welten! 😉

EIn Foto des Buches auf einer beschnitzten Holzfläche liegend

von Ralf

Nachruf für Anne

September 5, 2021 in Allgemein von Ralf

Eine weißhaarige Frau, die einen Schal mit Runen und Flechtmuster trägt, sitzt in einem Stuhl und erzählt.

Anne als „Meta, die Mythenerzählerin“

Am Dienstag, den 24. August verstarb Annemarie Paysen-Petersen. Sie wurde 1935 in Dresden geboren und studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Nach Beteiligung an einer regimekritischen Demonstration musste sie in die Kunsterziehung wechseln. Gerne berichtete sie mit einem Schmunzeln davon, dass sie während der damals vorgeschriebenen politischen Vorlesungen heimlich unter dem Tisch Bücher zum Thema Mythologie las. Nach dem Abschluss unterrichtete sie noch ein Jahr in der DDR, floh jedoch 1958 mit Ihrer Familie in den Westen, holte die Referendariatszeit nach und arbeitete bis 1997 als Gymnasiallehrerin an der Lornsenschule in Schleswig.

Als wir sie vor etwa neun Jahren kennenlernen durften, hatte sie die Jahre Ihrer Pensionierung bereits für ausgiebige Reisen zu vielen interessanten Stätten der Vorgeschichte und der Wikingerzeit genutzt. So schwärmte sie vom Besuch der rekonstruierten Kreisgrabenanlagen in Goseck und konnte von Aufenthalten auf Island, „L’Anse aux Meadows“ in Kanada, dem russischen St. Petersburg und auch von nahezu sämtlichen Wikingermuseen Skandinaviens berichten. Dieses umfangreiche Wissen nutzte sie sowohl bei Ihrer langjährigen Tätigkeit als Moderatorin des Wikingermuseums Haithabu als auch bei Ihren Auftritten als „Geschichten- und Sagenerzählerin Meta“.

Anne bereicherte unsere Aktivitäten nicht nur durch ihre Geschichten, sondern auch durch ihre Gemälde, welche wir in unserem Geschäft ausstellten.

Über einem Büchertresen hängt ein Bild mit einer Malerei eines knorrig gewachsesen Baumes.

Die „Hainbuche bei Haithabu“

In einem Schaufenster hängt über einer Warenpräsentation von Trinkhörnern und Met ein Bild, das gemalt ein wildes Rudel Wölfe zeigt.

„Wolfszeit“

Als Künstlerin war sie lange aktiv im Kunstverein Schleswig tätig und lud in Zusammenarbeit mit diesem noch vor drei Jahren zu Ihrer eigenen Vernissage mit dem Titel „Dunkle Mächte“ ein. Hier wurden ausschließlich Bilder von Ihr gezeigt, sie beteiligte sich aber gerne auch mehrfach an Gemeinschaftsausstellungen. Anne hatte dabei jedoch manchmal einen eigenen und auf ihr mythologisches Interesse ausgerichteten Ansatz, wie z. B. an einer Ausstellung zur Eröffnung des neuen Klinikums in Schleswig 2016 zum Thema „Familie“. Anne empfand die thematische Aufgabe zunächst als „stinklangweilig“, wollte aber trotzdem teilnehmen und erklärte mit schelmischem Grinsen: „Ich hab da schon eine Idee!“ Und diese hatte sie tatsächlich, denn Ihren Blick auf das Thema Familie hielt sie in einem Gemälde fest, das (für Kenner recht eindeutig) den riesischen Gott Loki, lässig im Schoß seiner barbusigen Riesenfrau Angrboda lehnend, mit seinen drei Kindern, nämlich der noch kleinen Midgardschlange, einem knuddeligen Fenriswölfchen und der jungen Totengöttin Hel zeigte.

Ebenfalls 2016 war Anne als Dozentin für die Volkshochschule Schleswig tätig. An vier Abenden erzählte sie dort vergleichend über die „Götter und Heroen der Griechen und Germanen“, also über „Siegfried und Achilles“, „Wieland und Hephaistos“, „Loki und Prometheus“, sowie über „Gudrun und Medea“ – immer nahezu komplett auswendig!

Anne wurde im Kreis ihrer Familie in Schleswig beerdigt und in der Traueranzeige ist zu lesen: „Niemand sieht den Abend, wenn die Norne sprach“. Mit Ihren über 80 Jahren erwähnte sie wiederholt, dass sie ihr Ende noch lange nicht erwarten würde. In der letzten Zeit ist es ihr jedoch leider nicht mehr möglich gewesen, ihr Leben wie gewohnt oder geplant zu führen. So, wie wir sie kennen lernen durften, wird sie nun wohl als Skaldin Odins Tafel bereichern.

Danke, dass wir Dich kennenlernen durften!

Eine schwarz-weiße Zeichnung, sparsam mit rot versehen, zeigt Loki im Kreise seiner Familie.

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