von Martje

Ein (?) Wikingerschiff mit seltsamem Drachenkopf…

Juli 11, 2014 in Ausflugstipps, Umgebung, Wikinger von Martje

Wikingerschiff mit rundgeschwungenem Drachenkopf, Schilden an der Bordwand nd zusammengerolltem rot-weiß gestreiftem Segel. Wir bekamen eine Postkarte mit einem Wikingerschiff vor der Schleswiger Skyline geschenkt. Im Hintergrund leuchtet entweder das weiße Schloss Gottorf oder vielleicht schon der Wikingturm als kleine Baustelle. Die Karte ist ziemlich alt und hat auf der Rückseite den aufgedruckten Text „Ferien auf historischem Boden“, „Campingplatz am Ufer der Schlei, Inhaber Ernst Wilh. Grimm“ – aber keinen Hinweis auf das Fotomotiv.

Eine Weile meinten wir, ein Wiedererkennungserlebnis zu haben, denn wir kanntes so eine Drachenkopf bereits aus Husum: Vor fast einem Jahr sahen wir im Schiffahrtsmuseum Nordfriesland Fotos, ein Modell und sogar den Drachenkopf dieses Schiffes. Aber die Infos, die wir jetzt suchten, erinnerten wir nicht mehr und auch ein Anruf in dem Museum in Husum brachte keine Hilfe.

Verglichen mit meinem Kopf, den ich gerade vorsichig in das Maul des Drachenkopfes stecke, ist dessen Größe beachtlich.

Daher nun die Frage: Wer kennt die Geschichte dieses Schiffes und weiß, welchem Namen es trug? Wir würden uns über Hinweise freuen!

Kaum ist dieser Text hochgeladen, kommt zufällig ein Fachmann vorbei und kann etwas aufklären: Das in Husum gezeigte Schiff ist nicht das auf der Postkarte! Sie sehen sich zwar sehr ähnlich, unterschieden sich jedoch an der Heckverzierung und in der Länge.

Schwarzweiß-Foto eines Drachenbootes

Das Schiff auf der Postkarte ist höchstwahrscheinlich die „Sebbe Als“, die laut der englischen Seite des Schiffes 1972 in Schleswig war. Gut, dann haben wir das Postkartenmotiv vielleicht geklärt. Aber was ist mit dem Schiff, dessen Kopf im Museum liegt?
Der Fachmann sagte auch, dass da mal etwas war mit einem Schiff, das zerbrach. Vielleicht handelt es sich dabei um das in Husum dokumentierte?

Drachenkopf, der insgesamt rundlich geformt ist und ein Maul wie ienen Schnabel hat.Seltsam, dass beide keinen wikingerzeitlichen Drachenkopf als Verzierung gewählt haben, sondern den sächsischen, aus dem 4. bis 6. Jahrhundert datierten Kopf, der bei der Ortschaft Appels nahe Antwerpen gefunden wurde. Tief aus dem Schlamm der Schelde wurde nur der schiffslose Kopf geborgen, der heute im British Museum in London ausgestellt ist. Oder als Kopie bei Beowulf Schleswig. 😉

von Martje

Eldathing am Rande Mittgards!

Mai 12, 2014 in Umgebung von Martje

Ein paar Informationen für die Anreisenden aus dem Süden: Für viele Leute hört die Welt hinter Hamburg auf. Dort irgendwo nördlich der Elbe müsse doch der Rand Mitgards, das Ende unserer Welt liegen. Selbst der Deutschlandfunk erwähnt in seinen Verkehrsnachrichten über den Norden ja nur noch den Hamburger Elbtunnel (den allerdings regelmäßig). Jetzt plant Ihr die Reise noch weiter an Hamburg vorbei, ins Land zwischen den Meeren…

SteilkuesteDennoch ist hier noch gar nicht das Ende, auch wenn Teile der Ostseeküste irgendwie nach Kante aussehen. Von dem im Foto zu sehenden Steilufer aus, von dem manchmal nach Sturm wieder ein Stück abgebrochen ist, sind bei guter Sicht dänische Inseln zu sehen. Außerdem ist im Norden noch ganz viel Dänemark: Ca. 450 km führt die Route von Schleswig aus entlang des alten Ochsenweges bis nach Skagen, dem Ende der jütischen Halbinsel. Und im Westen, an der Nordsee, befindet sich das Watt, das bei Ebbe alles andere als das Ende der Welt ist. Dann nämlich wird das pralle Leben jenseits der Deiche erst sichtbar! (Da es an Islands Küsten keine Wattenmeer gibt, ist uns leider auch keine altnordische Bezeichnung für diese vielfältige und einzigartige Welt bekannt – sie hätte einen eigenen Namen verdient!)

Gerade diese Lage zwischen Nord- und Ostsee macht diese Gegend landschaftlich so besonders. An der Westküste ist es tatsächlich so platt, wie sich manche die gesamte Gegend hier vorstellen, und dort, wo nur die schurgeraden Deiche die höchsten Erhebungen bilden, geht im Sommer erst um 22.30 die Sonne hinter dem Meereshorizont unter. Weiter östlich haben wir hier dann viel Hügelland, auch wenn die Bergbewohner unter Euch die Bezeichnung „Holsteinische Schweiz“ mitleidig belächeln könnten.

Diese ,hochgebirgige‘ Region ist von Eurem eigentlichen Reiseziel allerdings etwas entfernt, denn Ihr wollt ja nach Borgwedel bei Schleswig, in die Mitte Schleswig-Holsteins, ans Ufer der Schlei. Wie, auch dort Wasser? Ja. Die Schlei ist ein tief ins Land führender Meeresausläufer, wie ein Fjord ohne hohe Berge. Die so vielseitige Landschaft wurde von der Kraft der Eisreisen mitgestaltet, als während des Eiszeit hier die Gletscher aus Skandinavien ihre Spuren hinterließen. Hügel, Seen, Marschen, Geest und Findlinge sind aber nicht das einzige, was hier Spuren hinterlassen hat: Das Land ist voll von Geschichte! Seid gespannt auf die Schleiregion!

von Martje

Schleigold

März 16, 2014 in Ausflugstipps, Umgebung von Martje

Die letzten Beiträge auf dieser Seite haben sich alle mit der Stadt, unserem Laden oder unserem Onlineshop beschäftigt. Da wird es Zeit, mal wieder einen Blick auf unsere schöne Umgebung hier direkt an der Schlei zu werfen. 🙂

Sonnenuntergang am Ufer der Schlei, im Vordergrund ein blattloser Busch, im Hintergrund des Blickes nach Westen sind die Ufer der Stexwiger Enge und die drei höchsten Gebäude Schleswigs zu erkennen: Der Wikingturm, der Domturm und der Fernsehturm Schliekieker.

Wer auch so einen Sonnenuntergang erleben möchte, sollte sich im Frühjahr zur passenden Uhrzeit an der Steilküste bei Weseby aufhalten. Dort ist es auch zu anderen Jahres- und Tageszeiten schön. Der Blick über die Große Breite (ein sehr breiter Teil der Schlei) hinweg nach Westen lässt im Hintergrund die drei höchsten Gebäude von Schleswig erkennen: Links der Wikingurm, in der Mitte der Turm des Doms, in dem merkwürdig unbiblisch erscheinende Deckenmalereien wahlweise als Hexen oder auch als Freya und Frigga bezeichnet werden, und rechts der Fernsehturn „Schliekieker„.

von Martje

Die Umgebung im Seitendesign

November 23, 2013 in Umgebung von Martje

Nun hat es doch etwas gedauert, aber heute hat sich schonmal das Aussehen dieser Seite geändert. Ähnlich wie bei unserer alten Neunholz-Seite möchten wir hier viel mehr Fotos, Informationen und Unterhaltsames über unseren Laden, das Haus mit seiner Geschichte und andere Dinge hinhaben. Dazu bot das Design der bisherigen Beowulf-Seite nicht genug Möglichkeiten, und wir haben fast alle Ideen auf unserer Facebookseite ausgelebt. Aber der Anfang ist jetzt getan! 🙂

Die Anpassung ist jetzt noch nicht fertig, da wird in den nächsten Tagen noch etwas gefummelt. Für den Grundaufbau haben wir bewährtes Altes übernommen. Neu dazu zeigt das Bild im Header wie auch bei unserem Onlineshop eine Wasserfläche, die sich hier in der direkten Umgebung findet, das Bild ist erst vor kurzem entstanden. Na, wer erkennt den Aufnahmeort? (Die Antwort steht weiter unten.)

Über einem Foto von wolkigen Abendhimmel über iner Wasserfläche mit Schilf im Vordergrund ist mittig der Beowulf Schleswig Schriftzug. Dieser hat einen transparenten Runenschatten.

(Inzwischen ist dieses dramatische Herbsthimmelbild nicht mehr der aktuelle Header, wir wollten mehr Frühlingslicht und haben jetzt auch das Template gewechselt.)

Nun zur Landschaft. Kurz vorher haben wir etwas weiter westlich dieses Foto aufgenommen:

Dramatische Wolkenberge verdüstern Sonnenuntergangsstrahlen über einer feuchten Wiese, um die im Hintergrund Bäume stehen, die noch belaubt sind.

Es zeigt den spätnachmittaglichen Blick nach Süden von der Haddebyer Chaussee aus. Wäre das Foto breiter, wäre links die sogenannte Hochburg zu sehen. Diesen Namen trägt ein Hügel, der sich zwischen dem vom Halbkreiswall umgebenen „Haithabuer Stadtgebiet“ und der Schlei befindet. 2012 wurden dieser Hügel wieder näher untersucht, nachdem der Schwerpunkt der archäologischen Forschung sonst fast immer auf dem Halbkreiswallgebiet liegt.

Die sumpfige Wiese und den Hügel beachten nur wenige Touristen. Wer hier entlangfährt, biegt entweder von der Haddebyer Chaussee in Richtung Museum und Kirche ab oder will zum „Odins“ auf der anderen Straßenseite. Der Fußweg zwischen Museumsparkplatz und Wikingerhäusern führt an der Hochburg entlang, wobei wahrscheinlich der Friedhof, die Freilichtbühne der Midgaard Skalden und die knorrige Hainbuche auffallen. Vom Museum aus ist dann das Haddebyer Noor zu sehen. Der Begriff „Noor“ ist typisch für diese Region und bildet eine sprachliche Verbindung mit Süddänemark, wo diese Art Binnensee „Nor“ heißt.

Wer Lust auf eine Erwanderung der Umgebung von Haddeby hat, dem sei diese Routenbeschreibung empfohlen. Auf der beschriebenen Tour führt der Weg auch an dem Runenstein entlang, der nicht mit dem Auto zu erreichen ist. Natürlich ist es möglich, die Runde abzukürzen und nur um das Haddebyer Noor zu laufen.

 

von Martje

Ochsentour

April 23, 2013 in Eldaring Heidenstammtisch, Umgebung, Veranstaltungen von Martje

Der Eldaring-Stammtisch in Schleswig lädt ein zur
„Steinigen Ochsentour“

Grasbestandener Grabhügel, an dessen Rand zwei Bäume wachsen Wegweiser zu einem Langbett, einer Form von Steingrab

rechteckige Erderhebung, deren Wände von großen Findlingen gebildet werden Öffnung in der Steinumrandung eines Langbettes

Schild mit Symbol, das auf vorgeschichtliche Denkmäler hinweist Ein zur Demonstration eines Baumsarges aufgegrabener Grabhügel

Von Schleswig aus wollen wir dem Ochsenweg nach Norden folgen. Als Einstieg besuchen wir zuerst einen Findlingsgarten in Tarp, wo u.a. die Nachbildung einer Baumsargbestattung anzusehen ist. Anschließend geht es weiter nach Munkwolstrup zum Arnkiel-Park, einer Anlage mit rekonstruiertem Langbett und weiteren Grabhügeln sowie einem Infopavillon. Dort können wir gemeinsam Zeit verbringen mit Erkundungen, Klönen und Kuchenessen.

Termin: Mittwoch, 1. Mai 2013 um 12:00 Uhr*

Treffpunkt: bei „Beowulf Schleswig“ im Lollfuß 15
Parkmöglichkeiten sind in der Straße Lollfuß
oder auf dem Theaterparkplatz
(Schleistr./Theaterstr./Gutenbergstr.) zu finden

In Schleswig können wir für die ca. 70 km mit den vorhandenen Fahrzeugen Fahrgemeinschaften bilden und kehren spätnachmittags bis abends zum gleichen Ort zurück. Zur Verarbeitung der Eindrücke können wir uns danach noch im „Patio“ gemütlich etwas zusammensetzen.

Als echte Nordlichter wissen wir ja: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung! Daher an festes Schuhwerk, Regenjacke, Sonnenhut u.s.w. denken. Und an Kuchen, Kaffee und Tee!

Für die Teilnahme an der Rundfahrt ist eine vorherige Anmeldung unter 04621 / 989 7692 erforderlich, damit wir die Größe der Gruppe abschätzen können, und ganz neue und allen unbekannte Interessenten sollten vorher zum Kennenlernen einmal bei uns im Laden vorbeigeschaut haben.

Ein Kostenbeitrag wird nicht erhoben.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung geschieht auf eigene Gefahr.

* Wir treffen uns erst um 12 Uhr, um nach eventuellen Tänzen in den Mai auch noch etwas ausschlafen zu können. Die Frühaufsteher können um 10 Uhr für knappe zwei Stunden in die neue Nydamboot-Ausstellung gehen, die ganz in der Nähe des Treffpunkts ist.

Wir freuen uns auf Euch! 🙂

Martje und Ralf

Das monumentale Kennzeichen des Ochsenweges, wie es entlang der historischen Route südlich der dänischen Grenze in Schleswig-Holstein an einigen Orten aufgestellt ist: zwei mannshohe Hörner, die aneinanderlehnen und oben an den Spitzen mit Metall beschlagen sind.

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