von Ralf

Kurze Information zu Runen mit Runentabelle zum Herunterladen

Dezember 19, 2013 in Runen von Ralf

Stein mit eingeritzten und rotgefärbten Runen, der sich nicjt ohne Grund anfühlt wie aus Plastik - er ist eine moderne Nachbildung

Runen sind die älteste Schrift- und Symbolreihe der germanischen Kultur.
Sie entstanden mutmaßlich durch die Übernahme eines mediterranen Alphabets, welches mit bereits vorhandenen Sinnzeichen ergänzt und verändert wurde. Die ältesten Runenfunde datiert man auf etwa 50 bis 100 n.d.Z. und diese fanden sich im heutigen Schleswig-Holstein und Süd-Dänemark. Basis der Forschung sind die knapp 7000 bisher entdeckten historischen Runeninskiptionen, wie zum Beispiel Runensteine und Runenritzungen auf Gegenständen verschiedenster Art. Aber auch Schriften, die nicht in Runen verfasst wurden, wie beispielsweise die ältere und jüngere Edda, skandinavische Sagas, deutsche Heldenlieder, römische Geschichtszeugnisse und andere Texte mit ihren zum Teil verschlüsselten Hinweisen können Indizien für Herkunft der Runen und Art der damaligen Runenverwendung geben.

Allerdings befinden sich in den Texten häufig auch Lücken, und eine Vielzahl der Runeninschriften diente ganz offensichtlich nur sehr profanen Zwecken, nämlich der Kenntlichmachung von Gegenständen um sie dem jeweiligen Besitzer oder Erschaffer zuordnen zu können.

glatter Holzstab mit eingeritzten und rotgefärbten Runen (Algiz und Raido)

Jede einzelne Rune enthält neben dem kommunikativ-schriftlichen aber auch einen bildlich-symbolischen Sinn, welcher die Nutzungsmöglichkeiten um eine „zauberische“ Komponente erweitert. Die magisch-spirituelle Verwendung von Runen in historischer Zeit gilt inzwischen als unstrittig, lässt sich aber bei weitem nicht so einfach nachvollziehen wie ihre Nutzung für Schriftzwecke, denn es liegt in der Natur eines Zaubers, ihn nicht für jedermann erkennbar zu wirken.

Genau hier befindet sich der Anknüpfungspunkt für esoterisch und politisch motivierten Missbrauch der Runen. Bereits vor einigen Jahren schrieb ich: (…) Aber auch bei den verschiedenen „Experten“, welche ihre magischen, spirituellen und esoterischen Erfahrungen mit den Runen heute in Büchern oder im Internet veröffentlichen, gilt es ähnliche Fallstricke zu beachten. Da wäre zunächst die Gruppe von wilden Spekulanten, welche vorwiegend darauf aus ist, ihre Fantasie-Futharks und ebensolche Orakel mit äußerst haltlosen Deutungen möglichst gewinnbringend an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein anderer Teil der modernen Runen-Esoterikautoren macht das Geschäft lieber mit kleinen Büchern voll von schönen Bildern, einigen „liebevollen“ Ritualanleitungen sowie möglichst wenig und häufig falschen Hintergrundinformationen. Seltener in Esoterik-Läden, aber leider immer noch viel zu häufig, gibt es dann noch die politisch motivierten Autoren, welche unsere uralten Symbole missbrauchen um ihr totalitäres und oftmals rassistisches Gedankengut zu verbreiten. Eine Berücksichtigung der Grundlagenforschung oder wenigstens einigermaßen korrekte Beschreibungen der Runen darf man von keiner der genannten Gruppen erwarten.(…) Daran hat sich bis heute leider nichts geändert!

Vorschau Runentabelle für die 24 Runen der älteren Runenreihe

Wer sich heute auf eine vernünftige Art und Weise mit Runen befassen möchte, kommt nicht umhin, sich zunächst den Grundlagen zu widmen. Ein guter Start könnte es beispielsweise sein, sich zwei Bücher zuzulegen: „Runenkunde“ von Klaus Düvel (gibt es über unseren Onlinehandel Asatru-Shop.de, der jetzt Beowulf-Shop.de heißt, hier zur Artikelseite) und für entsprechendes Hintergrundwissen das „Lexikon der germanischen Mythologie“ von Rudolf Simek (gibt es auch bei uns: Hier).

Während dieser Lektüre fertigt man sich auf Basis nebenstehender Tabelle ein eigenes Runenset aus einem beliebigem Naturmaterial (Holz, Stein, Knochen, Leder, usw.). Also nicht einfach kaufen, sondern selber machen! Wer sich das nicht zutraut, kann auch gerne unsere Hilfe in Anspruch nehmen – beispielsweise im Rahmen eines Seminars (das bieten wir zur Zeit nicht mehr an).
(Herunterladen der Tabelle im pdf-Format durch Anklicken des Bildes. Zum Betrachten der pdf-Datei empfehlen wir den kostenlosen Foxit-Reader: Hier herunterladen)

Runenset aus Kanthoelzern Runenset aus Rundhoelzern

Nach dieser Vorarbeit, welche durchaus mal ein Jahr oder länger dauern kann, sollte man selbständig in der Lage sein „die Spreu vom Weizen zu trennen“ und kann sich anschauen, was moderne Runenautoren wie beispielsweise Gardenstone in seinem Werk „Germanische Magie“ so alles mit Runen anzufangen wissen.

von Martje

Weihnachtsmarkt auf Schloss Gottorf

Dezember 6, 2013 in Öffnungszeiten, Veranstaltungen von Martje

Am Sonnabend, dem 07.12.2013 ist unser Geschäft im Lollfuß geschlossen. Ihr findet uns dann auf dem Weihnachtsmarkt bei Schloss Gottorf . Ab Montag, 09.12.2013 sind wir – vermutlich etwas müde, aber ansonsten –  wieder wie gewohnt für Euch da! 😉

Unser Zelt, in morgendlicher Frühe noch geschlossen, im Schlosshof

von Martje

Vor dem Sturm…

Dezember 4, 2013 in Allgemein von Martje

mehrere Lampen aus Rohhaut mit Elektrokabeln

Für das nächste Wochenende ist geplant, dass wir auf dem Gelände von Schloss Gottorf rund um den Kreuzstall zwischen einigen Pavillons unser Wikingerzelt aufschlagen. Dort finden die „Weihnachtsträume auf Schloss Gottorf“ statt, und auch Ask und Embla vom Heidentheater werden mit dabei sein. Nicht geplant war der Sturm, der von Grönland aus hierherzieht… Nun arbeiten wir an Plan B und haben unsere kleinen Visby-Laternen windunempfindlich elektrifiziert. Sofern es nach dem Sturm noch Strom gibt, sind wir sogar mit erleuchtetem Zelt dabei! Das Leben an der Küste ist eben nichts für Warmduscher. 😉

von Martje

Beowulf 15 in Schleswig… :-)

Dezember 3, 2013 in Allgemein von Martje

Da das Paket tatsächlich hier im Lollfuß angekommen ist, müssen wir den Zusteller loben. Da es doch etwas gedauert hat, müssen wir noch mehr an unserer Berühmtheit arbeiten… 😉

Foto von einem Paketaufkleber mit der seltsamen Adresse "Beowuf 15"

von Martje

Eldaring-Stammtisch in Schleswig

Dezember 2, 2013 in Eldaring Heidenstammtisch, Veranstaltungen von Martje

Der Stammtisch des Eldaring in Schleswig findet jeweils am ersten Mittwoch des Monats statt, diesmal also am Mittwoch, den 04.12.2013.

In der Gaststätte „Patio“ im Lollfuß 3 haben wir im Obergeschoß ab 18:30 Uhr einen Tisch reserviert. Das Thema ist – wie könnte es um diese Jahreszeit anders sein… 😉 – „Jul, Wintersonnenwende, Weihnachten und Rauhnächte„.
Wir freuen auf zahlreichen Besuch!

Logo des Eldaring e.V.

von Martje

Die Umgebung im Seitendesign

November 23, 2013 in Umgebung von Martje

Nun hat es doch etwas gedauert, aber heute hat sich schonmal das Aussehen dieser Seite geändert. Ähnlich wie bei unserer alten Neunholz-Seite möchten wir hier viel mehr Fotos, Informationen und Unterhaltsames über unseren Laden, das Haus mit seiner Geschichte und andere Dinge hinhaben. Dazu bot das Design der bisherigen Beowulf-Seite nicht genug Möglichkeiten, und wir haben fast alle Ideen auf unserer Facebookseite ausgelebt. Aber der Anfang ist jetzt getan! 🙂

Die Anpassung ist jetzt noch nicht fertig, da wird in den nächsten Tagen noch etwas gefummelt. Für den Grundaufbau haben wir bewährtes Altes übernommen. Neu dazu zeigt das Bild im Header wie auch bei unserem Onlineshop eine Wasserfläche, die sich hier in der direkten Umgebung findet, das Bild ist erst vor kurzem entstanden. Na, wer erkennt den Aufnahmeort? (Die Antwort steht weiter unten.)

Über einem Foto von wolkigen Abendhimmel über iner Wasserfläche mit Schilf im Vordergrund ist mittig der Beowulf Schleswig Schriftzug. Dieser hat einen transparenten Runenschatten.

(Inzwischen ist dieses dramatische Herbsthimmelbild nicht mehr der aktuelle Header, wir wollten mehr Frühlingslicht und haben jetzt auch das Template gewechselt.)

Nun zur Landschaft. Kurz vorher haben wir etwas weiter westlich dieses Foto aufgenommen:

Dramatische Wolkenberge verdüstern Sonnenuntergangsstrahlen über einer feuchten Wiese, um die im Hintergrund Bäume stehen, die noch belaubt sind.

Es zeigt den spätnachmittaglichen Blick nach Süden von der Haddebyer Chaussee aus. Wäre das Foto breiter, wäre links die sogenannte Hochburg zu sehen. Diesen Namen trägt ein Hügel, der sich zwischen dem vom Halbkreiswall umgebenen „Haithabuer Stadtgebiet“ und der Schlei befindet. 2012 wurden dieser Hügel wieder näher untersucht, nachdem der Schwerpunkt der archäologischen Forschung sonst fast immer auf dem Halbkreiswallgebiet liegt.

Die sumpfige Wiese und den Hügel beachten nur wenige Touristen. Wer hier entlangfährt, biegt entweder von der Haddebyer Chaussee in Richtung Museum und Kirche ab oder will zum „Odins“ auf der anderen Straßenseite. Der Fußweg zwischen Museumsparkplatz und Wikingerhäusern führt an der Hochburg entlang, wobei wahrscheinlich der Friedhof, die Freilichtbühne der Midgaard Skalden und die knorrige Hainbuche auffallen. Vom Museum aus ist dann das Haddebyer Noor zu sehen. Der Begriff „Noor“ ist typisch für diese Region und bildet eine sprachliche Verbindung mit Süddänemark, wo diese Art Binnensee „Nor“ heißt.

Wer Lust auf eine Erwanderung der Umgebung von Haddeby hat, dem sei diese Routenbeschreibung empfohlen. Auf der beschriebenen Tour führt der Weg auch an dem Runenstein entlang, der nicht mit dem Auto zu erreichen ist. Natürlich ist es möglich, die Runde abzukürzen und nur um das Haddebyer Noor zu laufen.

 

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