von Martje

Ein Julbock!

Dezember 21, 2013 in Der Jahreskreis von Martje

ein Julbock, der aus einer hölzernen Honigwabenpresse auf vier Beinen besteht, über die ein Rentierfell gelegt ist und das einen Kopf aus einem zweigabeligen Baumstammstück hat, über dessen zwei Astgabeln große Rohhörner gestülpt sind

Dieser Julebuk steht in der Halle hinter unserem Laden. Es ist ein ganz besonderer Bock: Er ist nicht aus Stroh wie seine Kollegen aus Skandinavien(*), sondern sein Körper besteht aus einer alten Honigwabenpresse. Die stand dort herum und musste daher in unsere Feierdekoration integriert werden. Am linken Bein ist die Kurbel angetüdert, die den Druck auf eine Pressplatte erzeugt und unter der jetzt der Holzkopf festklemmt. Ein paar gutgelaunte Julfeiervorbereiter haben den Kopf noch etwas in Form gebracht, ihn mit Thorshammer und Bronze geschmückt und die langen Astgabeln mit großen Hörnern(**) versehen. Die waren hier ebenso wie das Rentierfell schnell zur Hand. So steht er jetzt beim Ofen(***) und wird uns durch die Mittwinternacht und die Rauhnächte begleiten.

Und was zufälligerweise so alles passt:

(*)Das Stroh, aus dem ein Julebukk eigentlich besteht, ist ein Symbol der Fruchtbarbeit für die nächste Getreideernte. Wir haben zwar keine Felder, aber Bienen – und der Rumpf dieses Bocks spielt bei der Honigernte eine Rolle. So trägt er ebenso symbolisch die Ernte des Sommers in sich. 🙂

(**)Nein, niedlich ist dieser Bock nicht, aber laut dem Wikipedia-Artikel über Julböcke kann ein richtiger Julbock auch dämonische Züge aufweisen. Schließlich ist ja auch die Zeit der Wilden Jagd.

(***) Der traditionelle Platz für Julböcke im Haus. Aha! 😉

Wir wünschen Euch allen ein frohes Julfest
und besinnliche Rauhnächte!

von Ralf

Kurze Information zu Runen mit Runentabelle zum Herunterladen

Dezember 19, 2013 in Runen von Ralf

Stein mit eingeritzten und rotgefärbten Runen, der sich nicjt ohne Grund anfühlt wie aus Plastik - er ist eine moderne Nachbildung

Runen sind die älteste Schrift- und Symbolreihe der germanischen Kultur.
Sie entstanden mutmaßlich durch die Übernahme eines mediterranen Alphabets, welches mit bereits vorhandenen Sinnzeichen ergänzt und verändert wurde. Die ältesten Runenfunde datiert man auf etwa 50 bis 100 n.d.Z. und diese fanden sich im heutigen Schleswig-Holstein und Süd-Dänemark. Basis der Forschung sind die knapp 7000 bisher entdeckten historischen Runeninskiptionen, wie zum Beispiel Runensteine und Runenritzungen auf Gegenständen verschiedenster Art. Aber auch Schriften, die nicht in Runen verfasst wurden, wie beispielsweise die ältere und jüngere Edda, skandinavische Sagas, deutsche Heldenlieder, römische Geschichtszeugnisse und andere Texte mit ihren zum Teil verschlüsselten Hinweisen können Indizien für Herkunft der Runen und Art der damaligen Runenverwendung geben.

Allerdings befinden sich in den Texten häufig auch Lücken, und eine Vielzahl der Runeninschriften diente ganz offensichtlich nur sehr profanen Zwecken, nämlich der Kenntlichmachung von Gegenständen um sie dem jeweiligen Besitzer oder Erschaffer zuordnen zu können.

glatter Holzstab mit eingeritzten und rotgefärbten Runen (Algiz und Raido)

Jede einzelne Rune enthält neben dem kommunikativ-schriftlichen aber auch einen bildlich-symbolischen Sinn, welcher die Nutzungsmöglichkeiten um eine „zauberische“ Komponente erweitert. Die magisch-spirituelle Verwendung von Runen in historischer Zeit gilt inzwischen als unstrittig, lässt sich aber bei weitem nicht so einfach nachvollziehen wie ihre Nutzung für Schriftzwecke, denn es liegt in der Natur eines Zaubers, ihn nicht für jedermann erkennbar zu wirken.

Genau hier befindet sich der Anknüpfungspunkt für esoterisch und politisch motivierten Missbrauch der Runen. Bereits vor einigen Jahren schrieb ich: (…) Aber auch bei den verschiedenen „Experten“, welche ihre magischen, spirituellen und esoterischen Erfahrungen mit den Runen heute in Büchern oder im Internet veröffentlichen, gilt es ähnliche Fallstricke zu beachten. Da wäre zunächst die Gruppe von wilden Spekulanten, welche vorwiegend darauf aus ist, ihre Fantasie-Futharks und ebensolche Orakel mit äußerst haltlosen Deutungen möglichst gewinnbringend an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein anderer Teil der modernen Runen-Esoterikautoren macht das Geschäft lieber mit kleinen Büchern voll von schönen Bildern, einigen „liebevollen“ Ritualanleitungen sowie möglichst wenig und häufig falschen Hintergrundinformationen. Seltener in Esoterik-Läden, aber leider immer noch viel zu häufig, gibt es dann noch die politisch motivierten Autoren, welche unsere uralten Symbole missbrauchen um ihr totalitäres und oftmals rassistisches Gedankengut zu verbreiten. Eine Berücksichtigung der Grundlagenforschung oder wenigstens einigermaßen korrekte Beschreibungen der Runen darf man von keiner der genannten Gruppen erwarten.(…) Daran hat sich bis heute leider nichts geändert!

Vorschau Runentabelle für die 24 Runen der älteren Runenreihe

Wer sich heute auf eine vernünftige Art und Weise mit Runen befassen möchte, kommt nicht umhin, sich zunächst den Grundlagen zu widmen. Ein guter Start könnte es beispielsweise sein, sich zwei Bücher zuzulegen: „Runenkunde“ von Klaus Düvel (gibt es über unseren Onlinehandel Asatru-Shop.de, der jetzt Beowulf-Shop.de heißt, hier zur Artikelseite) und für entsprechendes Hintergrundwissen das „Lexikon der germanischen Mythologie“ von Rudolf Simek (gibt es auch bei uns: Hier).

Während dieser Lektüre fertigt man sich auf Basis nebenstehender Tabelle ein eigenes Runenset aus einem beliebigem Naturmaterial (Holz, Stein, Knochen, Leder, usw.). Also nicht einfach kaufen, sondern selber machen! Wer sich das nicht zutraut, kann auch gerne unsere Hilfe in Anspruch nehmen – beispielsweise im Rahmen eines Seminars (das bieten wir zur Zeit nicht mehr an).
(Herunterladen der Tabelle im pdf-Format durch Anklicken des Bildes. Zum Betrachten der pdf-Datei empfehlen wir den kostenlosen Foxit-Reader: Hier herunterladen)

Runenset aus Kanthoelzern Runenset aus Rundhoelzern

Nach dieser Vorarbeit, welche durchaus mal ein Jahr oder länger dauern kann, sollte man selbständig in der Lage sein „die Spreu vom Weizen zu trennen“ und kann sich anschauen, was moderne Runenautoren wie beispielsweise Gardenstone in seinem Werk „Germanische Magie“ so alles mit Runen anzufangen wissen.

von Martje

Weihnachtsmarkt auf Schloss Gottorf

Dezember 6, 2013 in Öffnungszeiten, Veranstaltungen von Martje

Am Sonnabend, dem 07.12.2013 ist unser Geschäft im Lollfuß geschlossen. Ihr findet uns dann auf dem Weihnachtsmarkt bei Schloss Gottorf . Ab Montag, 09.12.2013 sind wir – vermutlich etwas müde, aber ansonsten –  wieder wie gewohnt für Euch da! 😉

Unser Zelt, in morgendlicher Frühe noch geschlossen, im Schlosshof

von Martje

Vor dem Sturm…

Dezember 4, 2013 in Allgemein von Martje

mehrere Lampen aus Rohhaut mit Elektrokabeln

Für das nächste Wochenende ist geplant, dass wir auf dem Gelände von Schloss Gottorf rund um den Kreuzstall zwischen einigen Pavillons unser Wikingerzelt aufschlagen. Dort finden die „Weihnachtsträume auf Schloss Gottorf“ statt, und auch Ask und Embla vom Heidentheater werden mit dabei sein. Nicht geplant war der Sturm, der von Grönland aus hierherzieht… Nun arbeiten wir an Plan B und haben unsere kleinen Visby-Laternen windunempfindlich elektrifiziert. Sofern es nach dem Sturm noch Strom gibt, sind wir sogar mit erleuchtetem Zelt dabei! Das Leben an der Küste ist eben nichts für Warmduscher. 😉

von Martje

Beowulf 15 in Schleswig… :-)

Dezember 3, 2013 in Allgemein von Martje

Da das Paket tatsächlich hier im Lollfuß angekommen ist, müssen wir den Zusteller loben. Da es doch etwas gedauert hat, müssen wir noch mehr an unserer Berühmtheit arbeiten… 😉

Foto von einem Paketaufkleber mit der seltsamen Adresse "Beowuf 15"

von Martje

Eldaring-Stammtisch in Schleswig

Dezember 2, 2013 in Eldaring Heidenstammtisch, Veranstaltungen von Martje

Der Stammtisch des Eldaring in Schleswig findet jeweils am ersten Mittwoch des Monats statt, diesmal also am Mittwoch, den 04.12.2013.

In der Gaststätte „Patio“ im Lollfuß 3 haben wir im Obergeschoß ab 18:30 Uhr einen Tisch reserviert. Das Thema ist – wie könnte es um diese Jahreszeit anders sein… 😉 – „Jul, Wintersonnenwende, Weihnachten und Rauhnächte„.
Wir freuen auf zahlreichen Besuch!

Logo des Eldaring e.V.

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