von Martje

Eldathing am Rande Mittgards!

Mai 12, 2014 in Umgebung von Martje

Ein paar Informationen für die Anreisenden aus dem Süden: Für viele Leute hört die Welt hinter Hamburg auf. Dort irgendwo nördlich der Elbe müsse doch der Rand Mitgards, das Ende unserer Welt liegen. Selbst der Deutschlandfunk erwähnt in seinen Verkehrsnachrichten über den Norden ja nur noch den Hamburger Elbtunnel (den allerdings regelmäßig). Jetzt plant Ihr die Reise noch weiter an Hamburg vorbei, ins Land zwischen den Meeren…

SteilkuesteDennoch ist hier noch gar nicht das Ende, auch wenn Teile der Ostseeküste irgendwie nach Kante aussehen. Von dem im Foto zu sehenden Steilufer aus, von dem manchmal nach Sturm wieder ein Stück abgebrochen ist, sind bei guter Sicht dänische Inseln zu sehen. Außerdem ist im Norden noch ganz viel Dänemark: Ca. 450 km führt die Route von Schleswig aus entlang des alten Ochsenweges bis nach Skagen, dem Ende der jütischen Halbinsel. Und im Westen, an der Nordsee, befindet sich das Watt, das bei Ebbe alles andere als das Ende der Welt ist. Dann nämlich wird das pralle Leben jenseits der Deiche erst sichtbar! (Da es an Islands Küsten keine Wattenmeer gibt, ist uns leider auch keine altnordische Bezeichnung für diese vielfältige und einzigartige Welt bekannt – sie hätte einen eigenen Namen verdient!)

Gerade diese Lage zwischen Nord- und Ostsee macht diese Gegend landschaftlich so besonders. An der Westküste ist es tatsächlich so platt, wie sich manche die gesamte Gegend hier vorstellen, und dort, wo nur die schurgeraden Deiche die höchsten Erhebungen bilden, geht im Sommer erst um 22.30 die Sonne hinter dem Meereshorizont unter. Weiter östlich haben wir hier dann viel Hügelland, auch wenn die Bergbewohner unter Euch die Bezeichnung „Holsteinische Schweiz“ mitleidig belächeln könnten.

Diese ,hochgebirgige‘ Region ist von Eurem eigentlichen Reiseziel allerdings etwas entfernt, denn Ihr wollt ja nach Borgwedel bei Schleswig, in die Mitte Schleswig-Holsteins, ans Ufer der Schlei. Wie, auch dort Wasser? Ja. Die Schlei ist ein tief ins Land führender Meeresausläufer, wie ein Fjord ohne hohe Berge. Die so vielseitige Landschaft wurde von der Kraft der Eisreisen mitgestaltet, als während des Eiszeit hier die Gletscher aus Skandinavien ihre Spuren hinterließen. Hügel, Seen, Marschen, Geest und Findlinge sind aber nicht das einzige, was hier Spuren hinterlassen hat: Das Land ist voll von Geschichte! Seid gespannt auf die Schleiregion!

von Martje

Einladung und Anmeldung zum Eldathing 2014

Mai 12, 2014 in Eldaring Heidenstammtisch von Martje

Die alljährliche Mitgliederversammlung des Eldaring e.V., das sogenannte Eldathing, findet 2014 in Schleswig-Holstein statt. Wir haben in der Jugendherberge Borgwedel in der Nähe von Schleswig reserviert. Auch Nichtmitglieder können am Eldathing teilnehmen, denn neben den interessanten Begegnungen und Informationsmöglichkeiten nehmen die vereinsinternen Belange nur relativ wenig Raum ein.

Es ist möglich, zusätzlich zum offiziellen Zeitraum des Things vom 2. bis zum 5. 10. eigenverantwortlich ein paar Tage in der Jugendherberge dazuzubuchen und den Aufenthalt an der Schlei zu verlängern. Wir werden neben dem Programm für den 2. – 5. auch ein Besucherprogramm mit Sehenswürdigkeiten in der Region zusammenstellen.

Jetzt ist die Einladung und das Formular hier oder mit einem Klick auf das Foto herunterzuladen, um es uns dann ausgefüllt zukommen zu lassen. (Zum Öffnen der pdf-Datei empfehlen wir den kostenlosen Foxit-Reader: Hier herunterladen.)

Eine Hand hält einen Stapel Zettel. Es sind die bereits ausgefüllten Anmeldungen für das Thing.

von Martje

Autorenabend mit GardenStone am 14. Mai 2014

Mai 4, 2014 in Veranstaltungen von Martje

Am Mittwoch, dem 14.5.2014, wird der Autor GardenStone bei uns sein. Vielen ist er bekannt durch seine zahlreichen Veröffentlichungen wie „Göttin Holle“ , „Germanischer Götterglaube“, „Wilde Jagd und Wütendes Heer“, „Die Rückkehr der Göttin Nehalennia“ und andere.
An diesem Abend geht es jedoch um Werke, an denen er nicht mitgeschrieben hat. Der Titel seines Vortrages, der um 19.00 beginnt, lautet

„Guten Tag!
Welche Edda darf es sein?
(Hintergründe – Übersetzungen – Empfehlungen)“

Die „Eddas“ als Teil der umfangreichen isländischen Literatur haben auch außerhalb der Literaturwissenschaft für viele Menschen eine bedeutende Rolle. Oft wird sowohl in der Wikinger-Szene als auch unter modernen Heiden das eine oder andere Edda-Zitat herangezogen. Da geht es beispielsweise um Rekonstruktion vorchristlicher Traditionen und die verschienenen skandinavischen Götter und Wesenheiten, um urtümliche altnordische Benennungen, um islandtypische Adaptionen auch auf dem Kontinent verwendeter Sagenkreise und das Ausfüllen von Wissenslücken in der Geschichtsschreibung. Aber was ist „die Edda“ denn nun genau?

Viele wissen ja bereits, dass es sich dabei nicht um ein einzelnes, in sich geschlossenes Werk handelt, und erst recht nicht um ein „heiliges Offenbarungsbuch“. Zudem kommen, wie bei jedem Werk, das von verschiedenen Leuten aus einer alten Sprache übersetzt wird, merkwürdige Unterschiede bei den einzelnen Übersetzungen vor. Was es alles rund um das Thema „Edda“ an interessanten Fakten gibt, wird uns GardenStone in seinem ca. 1,5 Stunden dauernden Vortrag vermitteln.

Das Platzangebot ist begrenzt, daher ist eine vorherige Anmeldung erforderlich:

Beowulf Schleswig, Lollfuß 15, 24837 Schleswig
Telefon: 04621-9897692, Mail: beowulf [Ætt] neunholz.de

Eintritt frei, Getränke vorrätig, Spende für den Vortragenden erbeten.

Auf einem Plakat, das eine mittelalterliche Handschrift mit Miniaturen zeigt, liegen verschiedene Buchausgaben von Edda-Übersetzungen.

von Martje

Seit langem einmal…

April 22, 2014 in Öffnungszeiten von Martje

…werden wir ein paar Tage nicht geöffnet haben, nämlich am 24., 25. und 26. April. Normalerweise haben wir ja sogar an den Wochenenden, an denen wir auf Märkten sind, am Samstag den Laden auf, so dass sich niemand die Nase an einer geschlossesnen Tür stößt. Aber nun packen wir alle unsere Sachen ins Auto und werden Donnerstag, Freitag und Samstag nicht im Lollfuß anzutreffen sein, sondern auf einer Veranstaltung des Eldaring. Am Montag, dem 28. April, sind wir wieder zu den normalen Öffnungszeiten Im Laden.

Blick in die geöffneten Hintertüren unseres Transporters auf ein Chaos aus Körben mit und ohne Ware, Holzkisten, Tischböcken, Planen, hölzernen Zeltplanken, Seilen und Tüchern.

 

von Martje

Stammtisch bei Beowulf

April 1, 2014 in Eldaring Heidenstammtisch, Veranstaltungen von Martje

Das Logo des Vereins: ein Kreis, der innen ein Kreuz hat, dessen Enden an den Berührungsstellen mit dem Kreis jeweils in drei Zweige verästelt sind.

Wie einige bereits mitbekommen haben, bewerben und organisieren wir einen Stammtisch des Eldarings als lockeres Treffen rund um die Themen Heidentum, Mythologie und Asatru. Dieser ist immer am ersten Mittwoch des Monats, jetzt also am 2. April. Meistens gibt es ein Thema, zu dem ein kleiner Vortrag oder eine Diskussionsanregung vorbereitet wurde, manchmal hat sich ein gemeinsames Gesprächsthema aus aktuellem Geschehen herauskristallisiert und ab und zu haben wir auch einfach nur geklönt.

Weil so ein Stammtisch ein Ort sein soll, an dem sich Leute kennenlernen, um dann später vielleicht gemeinsam etwas zu unternehmen, haben wir bisher immer Wert auf eine öffentliche Lokalität gelegt. Dazu kommt, dass einige direkt nach der Arbeit hinzukommen und etwas essen wollen. Daher trafen wir uns in Schleswig bisher im Patio, was sich in der selben Straße wie unser Beowulf-Laden befindet und bei dem die Küche sehr gut ist. Da letzteres kein Geheimnis ist, wird das Patio fast immer gut besucht. Das schränkt die Möglichkeiten für Diskussionen mit mehr als fünf Leuten leider oft sehr ein.

Nun treffen wir uns diesen Monat bei uns am Kamin. Das ist nicht so privat wie bei irgendwem auf dem Sofa. Auch wenn wir wegen der Verzehrmöglichkeiten neue Wege gehen müssen, ist dieser Ort auf jeden Fall für interessante Gespräche etwas besser geeignet als die lange Tafel aus zusammengeschobenen Tischen im Patio.

Wie immer ist dieser Termin im Forum des Eldaring bekanntgegeben. Die Zeit bleibt die selbe, ab 18.30 geht´s los.
Wir freuen uns auf Euch!

 

von Martje

Historisch alles im grünen Bereich

März 26, 2014 in Warenangebot, Wikinger von Martje

Wir haben unser Angebot an Gewürzen in bunten Tüten verpackt, die viele ja schon kennen. Es gibt rote, grüne und braune Tüten. Die Farbigkeit soll allerdings nicht nur schick sein, sondern hat auch etwas zu bedeuten:

Die Gewürzmischungen, die in den grünen Tüten sind, bestehen ausschließlich aus Kräutern (Wurzeln, Blätter, Samen oder Blüten), die in Nordeuropa schon im Frühmittelalter hier wuchsen und dann wohl auch von einigen Wikingern verwendet wurden. Wer also Spaß am Kochen auf historischen Veranstaltungen hat, ist mit der auf dem Foto gezeigten Zusammenstellung absolut im grünen Bereich! 😉

Auf einer Holzbank befinden sich zwei Kochtöpfe aus Ton, ein Holzlöffel mit geschnitztem Pferdekopf und einige grüne Gewürztüten. Diese sind jeweils zu dritt in durchsichtige Zellophanbeutel verpackt, die mit Juteschleifen dekorativ zugebunden sind.

Zur Klärung der Frage, was für heimische Kräuter denn in der Wikingerküche verwendet wurden, liegt es nahe, sich die nordeuropäische Pflanzenwelt anzuschauen. Nordeuropa ist botanisch gesehen allerdings ein gefährlich ungenauer Begriff! Die Vielfalt der Pflanzen hat sich als Anpassung an ganz unterschiedliche Standorte entwickelt. Wer die Geologie Schleswig-Holsteins kennt, weiß um die unterschiedlichen, durch die Eiszeiten geschaffenen Böden, die in der Nähe Haithabus die Landschaft bilden. Zu der Bodenbeschaffenheit kommen die Einflüsse der maritimen Klimazone und des „Kleinklimas“: Nährstoffe, Sonne und Schatten, Feuchtigkeit und Trockenheit. Auf einer Heide wachsen daher ganz andere Pflanzen als in einem Buchenwald. Südöstlich von Hamburg, fast genau entlang der Elbe, herrschen dann schon kontinentale Klimaeinflüsse vor: Da wächst vieles, was wir hier auf dem Südende der jütischen Halbinsel vergeblich suchen. Auf dem Skandinavischen Festland gibt es dann ab Südschweden nicht mehr die Wälder, die wir hier als heimisch bezeichnen, aber das Reich der Wikinger erstreckte sich noch viel weiter nördlich! Klar, dass es unter diesen Gesichtspunkten nahezu unmöglich ist, Gewürze anzubieten, die damals sowohl in Haithabu als auch auf Island Verwendung fanden. (Wer unbedingt will, bekommt bei uns auch Islandmoos…)

Die „heimischen“ Zutaten in den grünen Tüten sind daher nicht überall „im Wikingerland“ zu finden, aber es finden sich in diesen Gewürzmischungen keine exotischen Pflanzen, die den Winter hier nicht überleben würden oder die gar aus Vinland stammen. 🙂

Ideen für die Verwendung dieser Würzmischungen kommen beim Schnuppern, und wer neben den kleinen Tipps auf den Tütenbeschreibungen handfeste wikingerzeitliche Rezepte benötigt, findet sie in diesem Buch.

Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!

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