von Ralf

Slawentage 2018

Juli 20, 2018 in Allgemein, Ausflugstipps, Veranstaltungen, Wikinger von Ralf

„Die Wikinger & Slawen kommen!

Auf den Slawentagen im Oldenburger Wallmuseum treffen sich am 21. und 22. Juli über vierhundert Krieger, Händler und Handwerker aus ganz Europa und lassen das 9. und 10. Jahrhundert in all seinen Facetten wieder auferstehen: Schmiede formen aus glühendem Eisen kunstvolle Messer, Garne und Tuche werden in Pflanzensuden gefärbt, Silberschmiede und Glasperlenmacher stellen kostbare Schmuckstücke her. An den Marktständen gibt es vielfältige Waren zu kaufen, die sich nicht nur für Enthusiasten eignen.

Höhepunkte des Programms sind neben den Vorführungen von Kleidung und Bewaffnung der Wikinger und Slawen die großen Schlachten. Stehen Sie mittendrin und nicht nur daneben, wenn Krieger sich darin versuchen, die Burg von „Starigard“ zu erobern. Kämpfer landen in Schiffen an und stürmen das Walltor, während die verzweifelten Verteidiger den Burgwall bemannen und die Angreifer mit Speeren und Steinen zurückzuschlagen versuchen.
Für Groß und Klein wird ein breites Programm zum Mitmachen angeboten: In diesem Jahr neu dabei ist die Vorführung der Falkner.

Probiert Euch im Bogenschießen oder lauscht den musikalischen Klängen der „Lautlosen“. Kinder können die mittelalterlichen Siedlungen mit einer Rallye erkunden oder Geschichten aus alter Zeit zuhören. Außerdem sind Gäste eingeladen, verschiedene mittelalterliche Handwerke selbst auszuprobieren. Und natürlich ist auch reichlich für das leibliche Wohl mit einer großen Auswahl Süßem und Herzhaften gesorgt.

Kommt ins Wallmuseum und entdeckt den Slawen in Euch!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Laden ist daher von Freitag, 20. 7. bis Sonntag, 22.7. geschlossen.

Ab Montag, 23.7. sind wir wieder für Euch da!

Macht doch einen Ausflug und besucht uns dort, wir freuen uns auf Euch!

 

 

von Martje

UNESCO Weltkulturerbe Haithabu und Danewerk

Juli 1, 2018 in Ausflugstipps, Umgebung, Wikinger von Martje

Nach über 14 Jahren (!) „Bewerbungs- und Auftragsmaraton“ durch die Initiative von Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim wurden Haithabu und Danewerk nun endlich in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Vielen Dank für dieses schier unglaubliche Durchhaltevermögen!

Der Name Haithabu ist durch das Wikingermuseum Haithabu ja schon ziemlich bekannt, aber was ist mit dem Danewerk und seinem kleinen, aber feinen und sehr speziellen Museum?

Der Ort Dannewerk wurde nach seiner Lage am größten archäologischen Bodendenkmal Nordeuropas benannt, einem kilometerlangen Wall, dem Danewerk. Dieser sperrte die Halbinsel Jütland mit ihrer Lage zwischen Nord- und Ostsee an ihrer schmalsten Stelle über Jahrhunderte in Ost-West-Richtung ab und ist noch heute über viele Kilometer in der Landschaft zu erkennen. Das kleine Museum mit dem daran anschließenden archäologischen Park ist auf jeden Fall einen Besuch wert:  Danewerk-Museum (dänisch Danevirke-Museum). Es ist als „Danevirkegaarden“ bei Google Maps zu finden und von unserem Laden im Lollfuß knappe 7 Kilometer entfernt. Dieses Museum gehört nicht zu den Landesmuseen Schleswig-Holstein, wie z. B. das Wikingermuseum Haitabu oder auch das archäologische Museum in Schloss Gottorf, sondern es befindet sich im Eigentum der Organisation des dänischen Bevölkerungsteils unserer Region, der Sydslesvigsk Forening.

Faltblätter des Museums auf unserem Tresen

Neben der Information über die archäologische Bedeutung des Danewerkes ist im Museum auch eine Ausstellung untergebracht, die den Deutsch-Dänischen Krieg und die Folgen für die hier lebenden Dänen thematisiert. „Schleswig“ ist eben nicht nur eine Stadt oder ein Namensteil eines Bundeslandes, sondern ehemalige Hauptstadt des zweisprachigen Herzogtums Schleswig, das aus dem Jarltum Süderjütland hervorging. Es kam damals in zweisprachigen Gebieten zu Abstimmungen über die Staatszugehörigkeit. Die heftige Polemik, mit der beide Seiten damals „argumentierten“, ist in der Ausstellung sehr anschaulich dargestellt. Wir meinen, dass dieses Museum eine gute Ergänzung zum Wikinger Museum Haithabu und ein weiterer Ausflugstipp in unserer „Wikingerregion“ ist. Empfehlenswert ist es auch an Tagen, an denen für den Besuch der „großen“ Museen nicht genügend Zeit ist oder an denen Ihr lieber mehr Draußen unterwegs sein wollt.

Die Perspektive des Fotos ist ganz dicht an der Mauer nach oben hin gerichtet, die Wand wirkt sehr hoch.

Außerhalb des Museums ist nämlich die Wallanlage zu besichtigen. Direkt neben dem Museum wurde 2010, 2011, 2013 und 2014 archäologische Grabungen durchgeführt, weil sich hier das historische Tor in dieser Sperranlage befand. Dort führte der historische Ochsenweg durch das Danewerk hindurch. In der Nähe ist auch ein Abschnitt zu sehen, der aus der Zeit stammt, als der Wall mit Ziegeln als „Waldemarsmauer“ verstärkt wurde. Die (angenommene) ursprüngliche Dimension dieser Mauer mit mehreren Kilometern Länge, einer Tiefe von 2 bis 3 Metern und einer Höhe von bis zu 7 Metern macht sie zum größten Ziegelmauerwerk Nordeuropas.

Blick zwischen Eichen und über Wiese hinweg entlang des Weges am Danewerk auf die rekonstruierte Schanze.

Die Wallanlage wurde rund 1500 Jahre militärisch genutzt und fand ihre letzten Verwendungen auch in neuzeitlichen Kriegen. Daran erinnert die rekonstruierte Schanze, die eine von insgesamt 27 war und von der aus im Deutsch-Dänischen Krieg die Kanonen abgefeuert wurden. Auch als die Nazis im Laufe ihres Kriegsirrsinns kalte Füße bekamen und von allen Seiten das Nahen der Alliierten befürchteten, sollte ein erneuter Umbau des Danewerkes die feindlichen Panzer aus dem Norden stoppen. Glücklicherweise galt dem „Reichsheini“ Himmler und weiteren die Archäologie nicht nur als Begründung für Expansionskriege, sondern ließ ihn die Wallanlage wohlmöglich als „heiligen Boden“ sehen, der – leider im Gegensatz zu vielem anderen – nicht komplett zerstört werden durfte.

Blick von der Erthöhung der Schanze aus auf die flachere Seite, an der der Weg empor führt. Im Hintergrund sind Wiesen und Wäldchen sowie der Picknicktisch am Weg zu erkennen.

Der anderen Richtung folgend finden sich die Grabhügel „Thyraburg“ und die „Twee Bargen„. Wer Spaß am Radfahren hat, kann vom Danevirkegaarden aus den Radweg-Ausschilderungen des Thorshammerweges folgen, der nach Haithabu führt. Außerdem gibt es den Ochsenweg-Radweg, der von hier aus über die Dörfer Hüsby, Schuby, Lürschau und Neuberend weiter nach Schleswig und wieder nach Haithabu führt.

Ein Schild zur Kennzeichnung des Radweges Thorshammerweg, der durch die Abbildung eines Thorhammer-Amulettes und eines Fahrrades gekennzeichnet ist.

Nur im Museum und bei uns im Laden gibt es übrigens den „Danevirke Museum“-Met zu kaufen, auf dem sich das Logo des Museums mit den beiden Raben wiederfindet.

Eine Flasche Met mit Etikett, das Elemente des Logos des Museums aufgenommen hat: Roter Hintergrund, zwei schwarze Raben im Flug, den Museumsnamen in Grautönen und das Wort "Met" in beiden Sprachen.

von Ralf

Wikingermarkt Jork

Mai 23, 2018 in Allgemein, Ausflugstipps, Veranstaltungen, Wikinger von Ralf

Morgen, Donnerstag, 24.05.2018 fahren wir ins zum Wikingermarkt Jork – und nein, nicht York im Norden Englands (obwohl das sicher auch schön wäre), sondern Jork im Alten Land, südlich von Hamburg, da wo die Obstbäume blühen!

 

Am Freitag, 25.05. ab 13:00 Uhr geht es los mit einem Wikinger Kindertag und dabei dürfen Ask und Embla vom Heidentheater natürlich nicht fehlen… 😉

Sonnabend und Sonntag (26. + 27.05.2018) findet dort, wie auch schon in den vergangenen Jahren, ein beeindruckender, großer Wikingermarkt mit diversen Schaukämpfen, handwerklichen Vorführungen und vielen schönen Dingen zum Anschauen und Kaufen statt.

„Lassen sie sich entführen in eine längst vergangene Zeit vor über 1000 Jahren. Wie jedes Jahr wird es zahlreiche Mitmachaktionen sowie Schaukämpfe geben. Weiterhin wird für das leibliche Wohl in unserem Gastrobereich gesorgt werden.“ lautet das offizielle Motto.

Ihr möchtet uns dort besuchen? Hier der Link zur Seite: www.wikingermarkt-jork.com

Ab Montag, 28.05.2018 sind wir dann um viele Eindrücke reicher und sicher auch mit neuen Geschichten und Waren aus der Wikingerwelt zurück im Laden im Lollfuß.

 

 

von Martje

Ausflugstipp: Grabhügel mitten in Eckernförde

März 4, 2018 in Ausflugstipps, Umgebung von Martje

Wer diesen Grabhügel besuchen möchte, muss sich nicht im Gummistiefeln über Trampelpfade schleichen und in der norddeutschen Knicklandschaft verirren, denn der Standort ist sogar per Navi auffindbar und mit dem Auto zu erreichen: Er liegt an der Straße Osterrade 25 – 27 mitten im Wohngebiet des Stadtteils Wilhelmstal in 24340 Eckernförde. (Das ist also nicht „mitten“, sondern im Südosten der Stadt. Die Anlage liegt jedoch inmitten von Wohnblöcken, was sehr ungewöhnlich ist.)

Ein ca. 4 m hoder, grasbewachsener Hügel mit einem großen Baum oben drauf. Im nahen Hintergrund ist ein Mehrfamilienhaus zu sehen.

Wegen der Perspektive scheint dieses Foto mit der Straßenansicht von Südosten aus ein Wohnhaus auf einem Hügel zu zeigen. Von Nordosten aus ist das Hügelgrab schon klarer zu erkennen:

Eckernförde Grabhügel Nordostansicht

Die Aufnahmen machten wir im feuchten Winter 2017, bevor es frostig und verschneit wurde. Da wären Gummistiefel doch fast eine Empfehlung gewesen… Es sind die Spuren von Gehölzschnittarbeiten, aber auch die Neuanpflanzung von Bäumen zu sehen.

Nahaufnahme der Infotafel, die über die Geschichte dieser Grabhügel informiert.

Hier eine Nahaufnahme der leider etwas vermoosten Infotafel. (Beim nächsten Besuch haben wir einen Lappen dabei, versprochen.) Auf der Tafel sind Zeichnungen eines beispielhaften Hügelquerschnittes mit Baumsarg und eine Karte, auf der im Gebiet der heutigen Eckernförder Stadtteile Marienthal und Wilhelmstal viele Megalithgrabanlagen eingezeichnet sind. Der Text informiert, dass dieser Hügel einst Teil eines vorgeschichtlichen Gräberfeldes mit insgesamt 21 bekannten Grabhügeln in diesem Bereich war. Er ist im Stadtgebiet der letzte erhaltene. Im Jahr 1967 wurden die benachbarten Wohnblocks erbaut, wobei der Hügel teilweise eine neue Steineinfassung bekam und unter Denkmalschutz gestellt wurde. Darunter stehen noch allgemeine Infos zu Megalithanlagen und vorgeschichtlicher Grabkultur.

Wegen der Erreichbarkeit mit dem Auto hätte diese Anlage fast schon die Bezeichnung „Frühgeschichte-Drive-In“ oder „barrierefrei“ verdient. 😉 Ähnliches gilt auch für das Langbett von Karlsminde, welches jedoch nicht im Stadtgebiet, sondern mitten in der Agrarlandschaft Schwansens liegt.

von Ralf

Slawentage 2017

Juli 20, 2017 in Ausflugstipps von Ralf

Im Wallmuseum in Oldenburg / Holstein finden am kommenden Wochenende, Sonnabend 23.7.2017 und Sonntag 24.7.2017 die alljährlichen Slawentage statt und wir sind natürlich dabei!

„Auf den Slawentagen im Oldenburger Wallmuseum treffen sich am 22. und 23. Juli Krieger, Händler und Handwerker aus ganz Europa und lassen das 9. und 10. Jahrhundert in all seinen Facetten wieder auferstehen: Schmiede formen aus glühendem Eisen kunstvolle Messer, Garne und Tuche werden in Pflanzensuden gefärbt, Silberschmiede und Glasperlenmacher stellen kostbare Schmuckstücke her. An den Marktständen gibt es vielfältige Waren zu kaufen, die sich nicht nur für Enthusiasten eignen. So sind beispielsweise handgeschmiedete Werkzeuge heutzutage ebenso funktional wie im Mittelalter, mit natürlichen Farben gefärbte Tuche verleihen auch heutigen Kleidungsstücken eine einmalige Note und mittelalterlicher Schmuck wirkt bemerkenswert oft sehr modern.

Höhepunkte des Programms sind neben den Vorführungen von Kleidung und Bewaffnung der Wikinger und Slawen die großen Schlachten. Stehen Sie mittendrin und nicht nur daneben, wenn Krieger sich darin versuchen, die Burg von „Starigard“ zu erobern. Kämpfer landen in Schiffen an und stürmen das Walltor, während die verzweifelten Verteidiger den Burgwall bemannen und die Angreifer mit Speeren und Steinen zurückzuschlagen versuchen.

Für Groß und Klein wird ein breites Programm zum Mitmachen angeboten: Überqueren Sie den See auf einer Seilfähre oder lauschen Sie mittelalterlicher Musik der Band „Percival“. Kinder können die mittelalterlichen Siedlungen mit einer Rallye erkunden oder im historischen Backhaus selbst Brot backen. Außerdem sind Gäste eingeladen, verschiedene mittelalterliche Handwerke selbst auszuprobieren. Und natürlich ist auch reichlich für das leibliche Wohl mit einer großen Auswahl Süßem und Herzhaften gesorgt.“

Unser Laden ist daher von Freitag, 21. 7. bis Sonntag, 23.7. geschlossen.

Ab Montag, 24.7. sind wir wieder für Euch da!

Macht doch einen Ausflug und besucht uns dort, wir freuen uns auf Euch!

Ein Boot slawischer Bauart hält, mit Kriegern bemannt, auf einen Anleger zu. Im Hinmtergrund sind Zelte aufgebaut.
Von welchem Fotografen wir dieses Foto geklaut haben, ist ja deutlich zu lesen. Besucht doch mal seine Galerien von den letztjährigen Slawentagen unter www.mittelalter-seelenfaenger.de !

von Ralf

„Mittelalterey“ in Lütjenbur 2017

Juli 6, 2017 in Allgemein, Ausflugstipps von Ralf

Mittelalterey nennt sich die alljährliche Marktveranstaltung der Turmhügelburg in Lütjenburg im Juli, zu der wir nun unterwegs sind. Unser Laden ist daher am Freitag, 7.7. und Sonnabend, 8.7.2017 geschlossen. Diesesmal steht das historische Handwerk im Mittelpunkt und die Besucher dürfen sich auf eine spannende Handwerker-Quiz-Ralley für Kinder und Erwachsene freuen. Natürlich gibt es auch wieder Schaukämpfe zu erleben und mittelalterliche Musik zu hören. Außerdem sind auch die „kessen Mini-Wikinger Ask und Embla“ (O-Ton Turmhügelburg 😉 ) vom Heidentheater wieder dabei:

Das Heidentheater

Das wird ein erlebnisreiches Wochenende – besucht uns doch dort, dann erlebt ihr auch was! 🙂

 

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